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HessenNahverkehr-Warnstreik trifft Frankfurt, Kassel und Wiesbaden

27.02.2026, 14:25 Uhr
In-vielen-hessischen-Staedten-steht-am-Freitag-und-Samstag-der-oeffentliche-Nahverkehr-still

Seit dem frühen Morgen stehen Busse und Bahnen mehreren hessischen Städten still. Betroffen sind vor allem Frankfurt, Kassel und Wiesbaden. Am Samstag soll der Warnstreik fast überall weitergehen.

Frankfurt (dpa/lhe) - Im Tarifkonflikt der kommunalen Verkehrsbetriebe hat ein weiterer Warnstreik in mehreren Städten Hessens für Stillstand bei Bussen und Bahnen gesorgt. Der zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretär Jochen Koppel zeigte sich am Nachmittag zufrieden mit der Beteiligung. Es hätten "alle mitgezogen", sagte Koppel der Deutschen Presse-Agentur. Die Gewerkschaft hatte nach eigenen Angaben rund 5.200 Beschäftigte in Frankfurt, Wiesbaden, Gießen, Marburg, Offenbach und Kassel zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Pendler und Fahrgäste bekamen den Warnstreik wie schon bei vorangegangenen Gelegenheiten in unterschiedlichem Ausmaß zu spüren.

Warnstreikaufruf fast überall zweitägig

In allen betroffenen Städten außer Offenbach gilt der Warnstreikaufruf für zwei Tage. Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft Traffiq hatte die Pendler und andere Fahrgäste darauf vorbereitet, dass sie 48 Stunden lang ohne U-Bahnen und Straßenbahnen auskommen müssen. Als Alternativen wurden S-Bahnen, Regionalzüge, die städtischen Buslinien sowie die Regionalbusse empfohlen.

Neben Frankfurt war auch Kassel stark von den Einschränkungen betroffen. Die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) hatten die Fahrgäste auf Ausfälle auf den Linien 1 bis 29 sowie im RegioTram-Betrieb hingewiesen. Auch für die regionalen Buslinien 11, 17 und 22 im Umland sowie die Fahrten der Tramlinien nach Vellmar, Baunatal und durch das Lossetal und die AnrufSammelTaxen auf den Linien 90 bis 97 waren Fahrtausfälle angekündigt worden.

Bus-Ausfälle in Wiesbaden

In Wiesbaden kam es wieder zu Ausfällen auf den meisten Buslinien - mit Ausnahme der Linien 5, 28, 39 und 46, die von Partnerunternehmen betrieben werden sowie der Regionalbusse, wie der Betreiber Eswe Verkehr vorab informiert hatte. Auch hier könne es aber zu Einschränkungen kommen. Auch das an anderen Tagen auf Abruf verfügbare "Wi Mobil" war vom Warnstreik betroffen.

Kaum oder keine Auswirkungen sollte der Verdi-Aufruf dagegen in Gießen, Marburg und Offenbach haben. Wegen unterschiedlicher Tarifverträge sind viele Beschäftigten der Verkehrsbetriebe in den drei Städten den Angaben zufolge nicht in den Warnstreikaufruf einbezogen.

Tarifstreit dreht sich um Arbeitsbedingungen

Bei den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen – etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Hessen ist der nächste Verhandlungstermin am 16. März geplant.

Quelle: dpa

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