HessenNeues Kompetenzzentrum bietet Hilfe für erschöpfte Lehrer

Lehrerinnen und Lehrer in Hessen fühlen sich oft überlastet – nun öffnen sich ihnen neue Wege zum eigenen Wohlbefinden. Welche sind das?
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Störende Schüler, zunehmende Erschöpfung und Mehrarbeit bei Personalmangel: Viele Lehrer fühlen sich ausgebrannt - Hilfe bietet ihnen das neue "Hessische Kompetenzzentrum Gesunde Schule". Es bündelt laut dem Bildungsministerium in Wiesbaden erstmals landesweit schon bestehende sowie neue Angebote zur Gesundheitsförderung von Lehrerinnen und Lehrer. Dabei arbeitet es in Frankfurt mit dem Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin am Universitätsklinikum zusammen.
"Wir lassen unsere Lehrkräfte nicht allein"
Bildungsminister Armin Schwarz (CDU) teilte mit: "Wir lassen unsere Lehrkräfte nicht allein. Das neue Kompetenzzentrum ist ein großer Schritt nach vorn für den Erhalt und die Stärkung der psychischen und körperlichen Gesundheit." Die zentrale Anlaufstelle bietet laut dem Ministerium interessierten Lehrern:
Eine Internetseite mit Informationen und Kontaktdaten: www.gesundeschule-hessen.de
Buchbare psychologische Beratungstermine - am Telefon, über Videoschalte oder vor Ort.
Einmal in der Woche eine telefonische Sprechstunde ohne Anmeldung.
Unterstützung von Workshops oder pädagogischen Tagen an Schulen rund um Lehrkräftegesundheit.
Praxisnahe Formate zu Bewegung, Ernährung, Resilienz (Widerstandsfähigkeit), Stressbewältigung und Achtsamkeit.
Zudem ist mit Start in den nächsten Monaten als mobiles Beratungsangebot ein "Gesundheitsbus" geplant, der zu Schulen fährt.
Bildungsminister Schwarz erläuterte: "Unsere Lehrerinnen und Lehrer leisten jeden Tag eine wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft. Sie vermitteln unseren Kindern Wissen, begleiten junge Menschen in ihrer Entwicklung, motivieren sie und nehmen sich engagiert ihrer Sorgen an." Dies könne für die eigene Gesundheit und das psychische Wohlbefinden belastend sein.
Etliche Partner
Das neue Kompetenzzentrum für Lehrkräftegesundheit arbeitet dem Bildungsministerium zufolge mit zahlreichen Partnern zusammen. Dazu zählen der Medical Airport Service als Dienstleister des Landes für Arbeits- und Gesundheitsschutz, die Unfallkasse Hessen sowie die Kassenärztliche Vereinigung des Landes, zuständig für niedergelassene Ärztinnen und Psychotherapeuten. Weitere Partner sind die Landesfachberatungen "Schule & Gesundheit", die Schulämter mit ihren Schulpsychologen sowie die Koordinierungsstelle Psychische Gesundheit im Bildungsministerium.