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HessenRKI: Mehr als 1.300 Hitzetote dieses Jahr in Hessen

30.07.2026, 15:56 Uhr
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Die Hitzewelle im Juni hat in Hessen einen traurigen Rekord aufgestellt. Hohe Temperaturen kosteten bereits das Leben von 1.350 Menschen.

Wiesbaden/Berlin (dpa/lhe) - In diesem Jahr sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Hessen bereits mehr als 1.300 Menschen wegen Hitze gestorben. Die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle bis zum 19. Juli liegt bei 1.350, wie aus dem aktuellen RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität hervorgeht. Das ist mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Die meisten Hitzetoten in den vergangenen zehn Jahren gab es demnach 2018 - damals waren es im gesamten Jahr etwa 1.070.

Damit kommen im laufenden Jahr 21,5 hitzebedingte Todesfälle auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im vergangenen Jahr waren das 5,6. In den vergangenen zehn Jahren lag der Wert 2018 am höchsten: Da waren es geschätzte 17,2 Fälle pro 100.000 Einwohner.

Deutschlandweit fast 10.000 Hitzetote

Die Schätzung des RKI basiert unter anderem auf dem Monitoring der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes und Daten des Deutschen Wetterdienstes und geht für das laufende Jahr bis zum 19. Juli. Die Spanne der Schätzungen ist hoch: Je nach Berechnung kommen die Statistiker des RKI auf 980 bis 1.670 hitzebedingte Sterbefälle bis Mitte Juli dieses Jahres in Hessen.

Deutschlandweit gab es nach den Schätzungen bereits fast 10.000 hitzebedingte Tote. Bis zum 19. Juli lag die Zahl bei 9.800. Das ist mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Die meisten Hitzetoten in den vergangenen zehn Jahren gab es demnach 2018 - damals waren es im gesamten Jahr rund 9.000.

Der Großteil der hitzebedingten Sterbefälle 2026 - mehr als 5.000 - geht dem RKI zufolge auf die heißen Tage in der zweiten Junihälfte zurück, als es im Zuge einer Hitzewelle deutschlandweit vielerorts zu Temperaturen um 40 Grad kam.

Quelle: dpa

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