Hessen"Schmerzhafte Lücke": Rhein zu Schäubles Tod

Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Ministerpräsident Boris Rhein und Landtagspräsidentin Astrid Wallmann haben bestürzt auf den Tod von Wolfgang Schäuble (alle CDU) reagiert. Rhein würdigte den früheren Bundestagspräsidenten als großen Staatsmann, wie aus einer Mitteilung der Staatskanzlei in Wiesbaden vom Mittwoch hervorging.
"Wolfgang Schäuble war eine politische Ikone unseres Landes. Er hat wie wenige andere Nachkriegsdeutschland entscheidend mitgeprägt - oftmals hart in der Sache, aber immer mit großer Menschlichkeit und Scharfsinn", betonte Rhein. "Sein Tod hinterlässt eine schmerzhafte Lücke in unserer politischen Landschaft. Seine Integrität, sein wacher Verstand und sein unermüdlicher Einsatz für das Wohl unseres Landes werden fehlen."
Landtagspräsidentin Wallmann erklärte, Schäuble gehöre zu den bedeutendsten Politikern der deutschen Nachkriegsgeschichte und gelte als einer der wichtigsten Architekten des Einigungsvertrages. Mit ihm verliere die Republik "einen leidenschaftlichen und streitbaren Demokraten, der sein Leben in den Dienst der Bundesrepublik Deutschland stellte".
Schäuble war am Dienstagabend im Alter von 81 Jahren friedlich gestorben. Das teilte die Familie am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mit.