HessenSteuerzahlerbund: Darmstadt fordert höchste Terrassengebühr

Darmstadt verlangt für die Außengastronomie 1.875 Euro – das ist bundesweit fast Spitze und deutlich mehr als in vergleichbaren hessischen Kommunen. Der Steuerzahlerbund hat dazu eine klare Meinung.
Darmstadt/Wiesbaden (dpa/lhe) - Gastronomen müssen für Plätze draußen in Darmstadt besonders tief in die Tasche greifen - nirgendwo in vergleichbaren hessischen Orten erheben Kommunen so hohe Gebühren für die Außengastronomie wie in dieser südhessischen Stadt. Dort müsse eine Terrassengebühr von 1.875 Euro entrichtet werden und damit mehr als zehnmal so viel wie in den günstigsten Städten, erklärte Jochen Kilp vom hessischen Steuerzahlerbund (BdSt) in Wiesbaden. Mit diesem Betrag liegt Darmstadt bundesweit hinter Bayreuth (2.000 Euro) auf dem zweiten Platz.
Den zweiten Platz im hessischen Vergleich teilen sich Bad Homburg (Hochtaunuskreis) und Gießen mit jeweils 750 Euro. Am wenigsten müssen Gastronomen in Rüsselsheim (Landkreis Groß-Gerau) und Wiesbaden zahlen, und zwar jeweils 156 Euro. Keine der zwölf untersuchten Städte in Hessen hat die Gebühren 2026 gegenüber dem Vorjahr angehoben.
Innenstädte beleben
Der BdSt plädiert dafür, auf eine Erhebung der Terrassengebühren zu verzichten. Damit würden nicht nur die Gastronomen unterstützt, sondern auch ein Beitrag zur Belebung der Innenstädte geleistet, so Kilp.
Die Aufstellung des BdSt bezieht sich auf Städte mit über 50.000 Einwohnern, und zwar für einen Musterbetrieb in bester Innenstadtlage mit einer 25 Quadratmeter großen Außengastronomie während der Hauptsaison von Mai bis September. Insgesamt wurden bundesweit die Gebühren von rund 200 Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern ausgewertet.