HessenStrömung und Schiffe: Wie rette ich mich aus einem Fluss?

Main und Rhein mögen bei der Hitze verlockend aussehen - doch die Abkühlung kann das Leben kosten. Wie handelt man richtig im Notfall?
Frankfurt (dpa/lhe) - Egal ob reingefallen, überschätzt oder abgetrieben: In Flüssen kann es schnell gefährlich werden. Vor allem in Rhein und Main, wo neben der Strömung auch noch die Schifffahrt dazu kommt. Doch was ist zu tun, wenn man im Wasser in Gefahr gerät? "Man sollte versuchen, Ruhe zu bewahren", erklärt Philipp Hericks von der DLRG Frankfurt. "Wenn man Panik bekommt, führt es häufig dazu, dass einfach viel Kraft verschwendet wird." Er rät, sich möglichst zu orientieren, wo man ist. In Frankfurt am Main etwa helfen dabei auch Brücken und Skyline. "Und am besten, wenn möglich, um Hilfe rufen, damit schnell professionelle Hilfe vor Ort ist."
"In einem strömenden Gewässer, wie dem Main, ist es immer wichtig, dass man nicht einfach gegen die Strömung schwimmt", erklärt der Rettungsschwimmer. Die zu erkennen kann für Laien gar nicht so einfach sein. "Stattdessen sollte man immer in einem 45-Grad-Winkel gegen die Strömung schwimmen. So kommt man dann recht effektiv ans Ufer", sagte er.
Und wie verhalte ich mich, wenn ich jemanden im Wasser sehe?
"Es ist nicht wie im Film, wo Leute wild umherkreischen. Leute, die ertrinken, liegen in der Regel mit den Armen auf dem Wasser, stehen relativ senkrecht im Wasser und sind eigentlich still", erklärt Hericks. Als allererstes sollte man Hilfe rufen, Umstehende ansprechen und den Notruf 112 wählen. "Wenn man kann, sollte man der Person irgendwas zuwerfen, einen Ring oder sonst auch einen großen Stock oder ein Kleidungsstück, an dem sie sich festhalten kann. Bevor man selbst ins Wasser springt, sollte man sich überlegen, ob man ein guter Schwimmer ist und sich das zutraut."