Mecklenburg-VorpommernDarßer Ort: Nothafen-Fahrrinne wird wieder ausgebaggert

Zweimal im Jahr wird am Nothafen Darßer Ort gebaggert, Tausende Kubikmeter Sand müssen weggeschafft werden.
Prerow (dpa/mv) - Beim Nothafen Darßer Ort wird die Fahrrinne wieder ausgebaggert. Die gut zweiwöchigen Baggerarbeiten werden wahrscheinlich kommende Woche abgeschlossen sein, sagte eine Sprecherin des Infrastrukturministeriums. Der Fortgang der Arbeiten sei aber stark wetterabhängig. Wegen der Strömungsverhältnisse an der Nordwestspitze des Darß sind die Arbeiten zweimal im Jahr notwendig. Der Nothafen ist der Heimathafen des Seenotrettungskreuzers der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).
Wie viel Sand das Baggerschiff "Lea Høj" ausheben wird und wie hoch die Kosten sein werden, soll eine abschließende Peilung nach Ende der Maßnahme ergeben. Bei der letzten Herbstbaggerung waren mehr als 10.000 Kubikmeter Sand ausgebaggert worden. Die Gesamtkosten beliefen sich auf knapp 150.000 Euro.
Der Nothafen liegt in der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft, deshalb waren die Ausbaggerungen in den vergangenen Jahren stets heftig umstritten. Erst seit klar ist, dass vor Prerow ein Inselhafen gebaut wird, werden die Baggerungen akzeptiert.
Der Hafen wird etwa 660 Meter vom Ufer entfernt in einer Wassertiefe von bis zu sechs Metern liegen. Die Liegeplätze werden von Wellenbrechern aus Naturstein geschützt. Insgesamt sollen mehr als 40 schutzsuchende Sportboote Platz im Hafen finden können. Dazu kommen Liegeplätze für die DGzRS, DLRG und örtliche Fischer. Weiter soll ein Anleger für ein Fahrgastschiff entstehen. Die Kosten wurden zuletzt mit rund 30 Millionen Euro angegeben. Mit der Fertigstellung wird Ende 2023 gerechnet.
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