Mecklenburg-VorpommernDreikönigstreffen bringt Verein 70.000 Euro
Neubrandenburg (dpa/mv) - Der Neubrandenburger Dreikönigsverein kann für seine Projekte weiter auf die Unterstützung vieler Menschen bauen. Wie Vereinsvorsitzender Rainer Prachtl am Freitag mitteilte, kamen anlässlich des Dreikönigstages erneut 70.000 Euro an Spenden zusammen. Mit dem Geld werden vor allem die Betreuung sterbenskranker Menschen in der Hospizarbeit, Jugendreisen nach Israel und weitere soziale Initiativen unterstützt. Der Verein mit dem ehemaligen Landtagspräsidenten Prachtl an der Spitze gilt als eine der aktivsten Sozialinitiativen in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Spenden wirbt der Verein traditionell mit einem Benefiztag am 6. Januar ein, dessen abendliches Treffen als erster gesellschaftlicher Höhepunkt des Bundeslandes gilt. Dabei kommen mehrere Hundert Vertreter des öffentlichen Lebens aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zusammen, um einem Festredner zuzuhören, der zu aktuellen gesellschaftlichen Problemen spricht. Dieses Treffen musste coronabedingt 2021 und 2022 ausfallen. Am Freitag sollte der Ex-Chefredakteur des ZDF, Peter Frey, die Festrede halten.
"Mir ist bewusst, dass viele Bürger und Firmen angesichts der Probleme der vergangenen Jahre mit ihrem Geld haushalten müssen", sagte Prachtl. Umso beeindruckender sei es, dass der Verein kaum Einbußen bei Spenden hinnehmen musste. Für die Hospizarbeit sei jede Summe wichtig, ob es um fünf Euro einer Rentnerin oder deutlich mehr Geld eines Unternehmens gehe.
Zu den Dreikönigstreffen kamen in der Vergangenheit viele prominente Redner, darunter Kardinal Reinhard Marx, Michail Gorbatschow, Angela Merkel, Roman Herzog, Wolfgang Schäuble, Wolfgang Thierse und Joachim Gauck, bevor er Bundespräsident wurde.