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Mecklenburg-VorpommernSelfies und Bismarck-Brötchen – Steinmeier in Stralsund

14.04.2026, 14:16 Uhr
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(Foto: Jens Büttner/dpa)

Krimi-Einkauf im Buchladen, Bismarck-Brötchen mit Geschichte und spontane Selfies: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist für drei Tage in Stralsund und erklärt wieso.

Stralsund (dpa/mv) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist zu einem dreitägigen Aufenthalt in Stralsund angekommen. Pünktlich 11.37 Uhr fuhr das Staatsoberhaupt mit dem ICE namens Fulda aus Berlin kommend in den Stralsunder Bahnhof ein. Dort nahm ihn der Stralsunder Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) in Empfang und begleitete Steinmeier anschließend bei einem Spaziergang durch die Stralsunder Innenstadt.

Bis einschließlich Donnerstag will Steinmeier seine Amtsgeschäfte von Stralsund aus ausüben. Der Besuch ist laut Bundespräsidialamt die achtzehnte Station der Reihe Ortszeit Deutschland, mit der das deutsche Staatsoberhaupt auch Regionen jenseits Berlins oder der Metropolen besser kennenlernen will.

Gespräche auf dem Wochenmarkt

Auf dem Wochenmarkt suchte Steinmeier das Gespräch mit Verkäufern und Verkäuferinnen. Ein Obst- und Gemüsehändler beklagte die hohen Spritpreise.

Das erste Selfie mit dem Bundespräsidenten in Stralsund ergatterte Nico Gertler. Er sei mit Steinmeier sehr zufrieden sagte der ebenfalls aus Berlin angereiste 28-Jährige. Er würde auch ein Foto bekommen, wenn er unzufrieden wäre, scherzte der Bundespräsident. Gertler sei selbst ehrenamtlich für die CDU politisch engagiert. Aus solchen Begegnungen schöpfe er Kraft für die teils mühsame politische Arbeit. "Das ist halt meine Motivation."

Brötchen mit Bismarckhering auf die Hand

Bei Katrin und Peter Hoffmann, in der Buchhandlung Strandläufer, kaufte sich Steinmeier einen Krimi mit Stralsund-Bezug und ein Buch über Verdrängung ostdeutscher Literatur nach der Wende. Außerdem machten Steinmeier und Badrow Stopp für ein Brötchen mit Bismarckhering beim Fischhandel H. Rasmus, der als Bewahrer des ursprünglichen Rezeptes für Bismarckhering aus dem 19. Jahrhundert gilt.

Den sauer eingelegten Hering aus Stralsund durften sich in der Vergangenheit unter anderem bereits die ehemaligen Präsidenten George W. Bush und François Hollande, schmecken lassen. Ex-Kanzlerin Angela Merkel hatte hier ihren Wahlkreis.

Humor bewies ein Passant, der Steinmeier ebenfalls erfolgreich um ein Selfie bat, aber mahnte: "Aber bitte schnell. Wir müssen noch weiter." Während des Spaziergangs sagte Steinmeier: "Das, was die Menschen hier umtreibt, das interessiert mich, und das werde ich mit nach Berlin nehmen."

Gespräch mit Kommunalpolitikern

Im Rathaus angekommen trug sich Steinmeier ins Goldene Buch der Stadt ein und traf sich anschließend zu einem Gespräch mit den Vorsitzenden der Fraktionen der Stralsunder Bürgerschaft. Der Vertreter der Fraktion Bürger für Stralsund konnte laut Stadt wegen Krankheit nicht teilnehmen. Auch die Vorsitzende der AfD-Fraktion nahm demnach aus unbekannten Gründen nicht teil.

Auf dem Programm in Stralsund stehen bis einschließlich Donnerstag ein Besuch der Stralsunder Volkswerft, eine Kaffeerunde mit Bürgerinnern und Bürgern, bei der auch kontrovers diskutiert werden soll oder auch ein Besuch der Marinetechnikschule in Parow.

Als Abschluss soll Steinmeier am Donnerstag nach einem Rundgang durch das Ozeaneum dort engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Vorpommern den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verleihen.

Quelle: dpa

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