Mecklenburg-VorpommernWaldbrand: Regen entspannt Lage im Müritz-Nationalpark

Die ersten Einsatzkräfte konnten den Heimweg antreten. Sie waren aus Niedersachsen zu Hilfe geeilt.
Kratzeburg (dpa/mv) - Einsetzender Regen hat am Sonntagnachmittag die Waldbrand-Lage im Müritz-Nationalpark entspannt. Entwarnung wollte der Sprecher des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Marten Schröder, zwar nicht geben. Doch er sagte: "Wir sind auf einem guten Weg."
Erste Helfer auf dem Weg nach Hause
Die ersten Einsatzkräfte konnten nach seinen Worten bereits die Heimreise antreten. Dabei handele es sich um 22 Einsatzkräfte aus Niedersachsen mit ihren Feuerlösch-Fahrzeugen. Sie waren demnach am Samstagabend eingetroffen, um den Waldbrand an dessen östlichem Rand in Richtung der Bahnstrecke zwischen Neubrandenburg und Rostock zu bekämpfen. Das Gelände dort sei nicht munitionsbelastet, sagte er.
Am Nachmittag waren aber immer noch rund 325 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sowie Forstmitarbeiter im Einsatz, wie Schröder weiter berichtete. Es brenne auch noch an mehreren Stellen. Sie würden rundum nass gehalten.
Seit Montag brennt es
Das Feuer war dem Landkreis zufolge am vergangenen Montag gemeldet worden. Es war demnach auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz ausgebrochen und hatte im Laufe der Woche eine Fläche von 388 Hektar erfasst. Zeitweise mussten einzelne Ortschaften evakuiert werden.
Die Einsatzkräfte bekämpften die Flammen auch mit Hubschraubern und Wasserwerfern. Die Brandbekämpfung wurde dadurch erschwert, dass Teile des Geländes mit Munition belastet sind.
Erst Ende Juni war ein Brand auf einem anderen, nahe gelegenen Truppenübungsplatz im Nationalpark ausgebrochen. Mehr als 100 Hektar waren betroffen. Der dortige Einsatz dauerte mehrere Tage. Auch dabei handelte es sich um munitionsbelastetes Gelände.