Mecklenburg-VorpommernGeflügelpest: Seit September 437.000 Tiere in MV getötet

Der jüngste Ausbruch der Vogelgrippe in Schwarz bei Mirow kostete 39.000 Hühnern das Leben. Es ist der dritte Fall in diesem Jahr und der 19. seit Beginn der laufenden "Saison".
Schwarz (dpa/mv) - Nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einem Hühnermastbetrieb in Schwarz bei Mirow sind 39.000 Tiere getötet worden. Dies teilte ein Sprecher des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte mit. Zuvor hatte der NDR berichtet.
Es ist bereits der dritte Ausbruch der gefürchteten Tierseuche in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern. In einem Betrieb in Moltenow (Landkreis Rostock) wurden 29.000 Puten getötet, in Goldberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) 23.000.
19 Ausbrüche seit September
Seit Beginn der laufenden "Vogelgrippe-Saison" im September zählt das Agrarministerium in Schwerin damit 19 Ausbrüche in Geflügel-Betrieben. Bis Jahresende mussten nach Worten eines Ministeriumssprechers 346.000 Tiere getötet werden. Mit den drei Ausbrüchen seit Jahresbeginn ist diese Zahl auf 437.000 gestiegen.
Das gefürchtete hochansteckende Virus war in Schwarz am Mittwoch amtlich bestätigt worden. Noch am selben Abend seien die 39.000 Hühner getötet worden, sagte der Landkreissprecher. Die Veterinärbehörde zog eine Schutzzone von drei Kilometern und eine Überwachungszone von zehn Kilometern um den betroffenen Betrieb.
Die 40 Geflügelhalter mit über 220.000 Tieren in der Schutzzone werden in den kommenden Tagen vom Veterinäramt überprüft, so der Sprecher weiter. In der weiter gefassten Überwachungszone müssen Tierhalter ihr Geflügel beim Veterinäramt melden und genau beobachten. Geflügel, Fleisch und Eier dürfen den Angaben zufolge weder in die noch aus den Zonen transportiert werden.