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Mecklenburg-Vorpommern Greifswald rüstet weiter gegen Wildschweine auf

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Greifswald (dpa/mv) - Im Kampf gegen Wildschweine in und um Greifswald verstärkt die Stadt ihre Bemühungen. Um das Stadtgebiet herum seien in diesem Jahr bereits mehr als 90 Wildschweine geschossen worden, teile die Stadt am Donnerstag mit. Auch eine Bejagung des Stadtparkes sei inzwischen so gut wie geklärt. Zudem setzt die Verwaltung auf die Errichtung von Zäunen oder lässt die Tiere mit Geruchsstoffen und Geräuschen stören. Auch Hochsitze und Wärmebildtechnik seien angeschafft worden. Insgesamt habe Greifswald Technik für rund 20.000 Euro angeschafft.

Wildschweine fühlten sich in Greifswald zuletzt immer wohler und traten immer offener auf. Beim Wühlen richten die Tiere Schäden an. Menschen fühlen sich bedroht. Ein Grund ist die wachsende Wildschwein-Population. Diese nimmt nach früheren Angaben des Landwirtschaftsministeriums des Landes teilweise um 300 Prozent pro Jahr zu. Gründe seien ein reichliches Angebot an Nahrung und gute Deckung etwa in Raps- und Maisfeldern, aber auch milde Winter. In anderen Städten des Landes und deutschlandweit kommen die Tiere dem Menschen ebenfalls immer näher.

Nach Schätzungen des Greifswalder Stadtförsters Bent Knoll halten sich innerhalb der Stadt aktuell rund 30 Wildschweine auf. Er rechne aber damit, dass in den nächsten Wochen etwa weitere 30 Tiere einen Rückzugsort in der Stadt suchen würden.

Die Stadt nahm auch die Einwohner in die Pflicht. "Wir können die Eigentümer nur immer wieder bitten, ihre Grundstücke auch entsprechend mit einem festen Zaun zu sichern", wird Knoll zitiert. Illegale Komposthaufen insbesondere mit Obst, Brot, Kartoffeln oder Grünschnitt, aber auch weggeworfene Essensreste seien ein gefundenes Fressen für die Wildschweine.

© dpa-infocom, dpa:211021-99-685434/5

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