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Mecklenburg-VorpommernImmer weniger Häftlinge in MV

12.02.2026, 17:14 Uhr
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In den Gefängnissen des Landes sitzen fast nur Männer ein. Jeder vierte hat keinen deutschen Pass. Viele Insassen haben nicht zum ersten Mal das Gesetz gebrochen.

Schwerin (dpa/mv) - In Mecklenburg-Vorpommerns Gefängnissen wird es immer leerer. Am 31. März 2025 saßen 955 Gefangene in den vier Justizvollzugsanstalten Bützow, Stralsund, Waldeck und Neustrelitz ein.

Seit 2022 gehen die Zahlen jedes Jahr weiter zurück. Damals saßen 1.010 Menschen in MV hinter Gittern. 2023 wurden am 31. März 987 Insassen gezählt, 2024 waren es 965. Vor 20 Jahren - 2005 - saßen dem Statistik-Amt zufolge 1.414 Menschen im Nordosten im Gefängnis.

Über die Hälfte hat Vorstrafe

Über die Hälfte der Inhaftierten hat bereits eine Vorstrafe, wie aus den Zahlen der Statistiker weiter hervorgeht. Von den 955 Häftlingen am 31. März 2025 betraf das 539.

Jeder Vierte im Gefängnis hat den Angaben zufolge keinen deutschen Pass. Der Anteil ist gestiegen: Im Jahr 2019 war noch jeder achte Häftling Ausländer.

Frauen sitzen vergleichsweise selten hinter Gittern. Von den 955 Inhaftierten Ende März 2025 waren nur 43 weiblich. Dies entspricht einem Anteil von 4,5 Prozent.

Quelle: dpa

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