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Mecklenburg-VorpommernImmer weniger größere Industriebetriebe in MV

25.03.2026, 11:34 Uhr
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Seit 2021 sinkt die Zahl der Industriebetriebe mit mindestens 50 Beschäftigten in MV. Die Aussichten werden auch nicht als rosig eingeschätzt.

Schwerin (dpa/mv) - In Mecklenburg-Vorpommern gibt es immer weniger größere Industriebetriebe. Im Januar zählte das Statistische Amt des Landes 276 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 50 Beschäftigten. Das sind fünf Unternehmen dieser Größenklasse weniger als im Januar 2025.

Von 2017 bis 2020 war die Zahl der größeren Unternehmen noch stetig gewachsen, dann sorgte die Corona-Pandemie für einen ersten Dämpfer. Später folgten der Ukraine-Krieg und höhere Energiepreise.

Im Januar 2020 hatte das Amt 326 Industriebetriebe im Land mit mehr als 50 Mitarbeitern gemeldet - das war der höchste Stand in den letzten zwei Jahrzehnten. Ein Jahr später waren es noch 310. Seither ist die Zahl jedes Jahr weiter gesunken. Die Zahl der Beschäftigten in den Betrieben dieser Größenklasse nahm von 53.783 im Januar 2020 auf nun 48.563 ab.

Wenig Optimismus

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft fehlt mit Blick auf das neue Jahr ein durchgreifender Optimismus. In der jüngsten Konjunkturumfrage der drei Industrie- und Handelskammern (IHK) des Landes stieg der Konjunkturklima-Indikator zwar von 91 Punkten Anfang 2025 auf nunmehr 95 Punkte. Er liege aber immer noch weit unter dem zehnjährigen Mittel von 109 Punkten, so die Kammern bei der Vorstellung der Zahlen im Februar.

In den Wert fließen die Einschätzungen der aktuellen Geschäftslage und die Erwartungen für das kommende Jahr ein. Die Konjunkturumfrage fußt nach Angaben der Kammern auf Antworten von knapp 900 Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Befragung fand demnach von Mitte Dezember bis Mitte Januar statt.

Von der Politik fordert die heimische Wirtschaft vor allem den Abbau von Bürokratie und niedrigere Energiepreise. Mit Blick auf das 500-Milliarden-Sondervermögen des Bundes für Investitionen wird verlangt, dass bei Ausschreibungen auch die Betriebe in MV zum Zuge kommen. In anderen Bundesländern gelinge es schon seit Jahrzehnten, mit Hilfe bestimmter Formulierungen Aufträge für heimische Unternehmen zu sichern - etwa, indem verlangt werde, Subunternehmer aus dem Land zu nehmen.

Quelle: dpa

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