Mecklenburg-VorpommernSo wappnen sich Zoos in MV gegen die Vogelgrippe

Desinfektionsmatten und leere Ententeiche: Wie die Zoos in Schwerin und Rostock versuchen, ihre Tiere vor der Vogelgrippe zu schützen.
Schwerin/Rostock (dpa/mv) - Angesichts von Ausbrüchen der Vogelgrippe in mehreren Bundesländern zeigen sich die Zoos in Schwerin und Rostock vorbereitet. Sie seien in engem Austausch mit dem Veterinäramt, teilten die Einrichtungen auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Der Zoo Rostock habe aktuell Desinfektionsmatten an den Zugängen zu den Volieren, Häusern und Ställen ausgelegt, hieß es. "Saisonbedingt sind diverse Vogelarten sowieso in ihren Winterquartieren oder geschlossenen Gehegen, sodass wir den Kontakt zu Wildvögeln reduzieren können." Zudem seien die Ententeiche abgelassen worden, um keine wilden Wasservögel anzulocken.
Restrisiko bleibt
"Grundsätzlich ist die Vogelgrippe ein Thema, das uns inzwischen eigentlich jedes Jahr zumindest saisonal beschäftigt", so der Zoo weiter. Das Wohl der Tiere sei von großer Bedeutung, daher sei es nicht möglich, sie als Vorsichtsmaßnahme langfristig wegzusperren. "Ein Restrisiko wird immer bleiben."
Ähnlich äußerte sich der Schweriner Zoo. "Da das Virus inzwischen ganzjährig immer wieder auftritt, ist der Zoo jederzeit darauf vorbereitet, notwendige Schutzmaßnahmen zu ergreifen." Hierfür gebe es umfassende Alarm- und Handlungspläne. Die Situation werde genau beobachtet und die Notwendigkeit von erhöhten Schutzmaßnahmen täglich bewertet, hieß es.
Ausbrüche im vergangenen Winter
Im vergangenen Winter war das Virus im Rostocker Zoo bei einer toten Hühnergans entdeckt worden. Ein direktes Partnertier, ebenfalls infiziert, wurde getötet. Alle anderen Vögel hätten durch Quarantänemaßnahmen und Testungen geschützt werden können, so der Zoo. Im Schweriner Zoo gab es nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren einen Ausbruch bei einem Pelikan. Andere Tiere seien daraufhin isoliert worden und hätten sich nicht angesteckt.