Mecklenburg-VorpommernNeubrandenburger Polizeipräsident leitet nun Landesamt

Erst vor kurzem war Arne Wurzler Chef eines der beiden Polizeipräsidien in MV geworden. Nun leitet er bereits die nächste Behörde. Dort hatte es vergangenes Jahr Unruhe gegeben.
Schwerin (dpa/mv) - Der erst vergangenes Jahr als Polizeipräsident in Neubrandenburg gestartet Arne Wurzler wechselt nach Schwerin. Seit Anfang der Woche übernimmt er die Aufgaben des Direktors des Landesamtes für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz Mecklenburg-Vorpommern (LPBK), wie das Schweriner Innenministerium mitteilte.
Ob Wurzler die Stelle auch dauerhaft übernimmt, war zunächst unklar. Es handle sich zunächst um eine vorläufige Maßnahme, sagte eine Ministeriumssprecherin. An einer dauerhaften Besetzung werde weiter gearbeitet.
Eine Affäre um die beschleunigte Beförderung eines leitenden Polizeibeamten und Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue hatten vergangenes Jahr auch das LPBK betroffen. Dort hatte es wie auch im Innenministerium Durchsuchungen gegeben.
Wurzler erst im Sommer zum Polizeipräsidenten ernannt
Vom Innenministerium hieß es nun: "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LPBK und insbesondere deren Führungskräfte haben in den vergangenen Monaten die Funktionsfähigkeit der Behörde verlässlich sichergestellt und so laufende Prozesse stabil weitergeführt." Wurzler soll nach Aussage des Schweriner Innenministers Christian Pegel (SPD) daran anknüpfen.
Wurzler war erst vergangenen Juli zum neuen Präsidenten des Polizeipräsidiums Neubrandenburg ernannt worden, eines von zweien in Mecklenburg-Vorpommern. Das Polizeipräsidium Neubrandenburg ist für den Ostteil von MV zuständig. Die Aufgaben des Polizeipräsidenten übernimmt laut Innenministerium Wurzlers bisheriger Stellvertreter, der Leiter des Führungsstabes, Gunnar Mächler.
Das LPBK ist eine obere Polizei- und Katastrophenschutzbehörde des Landes, die etwa zuständig ist für die IT- und Kommunikationssysteme sowie die Digitalisierung der Landespolizei oder die Beschaffung von Einsatzmitteln, einschließlich Waffen und Munition.
In die Zuständigkeit der Behörde fällt damit auch der Ausfall Tausender Polizei-Smartphones infolge eines Hackerangriffs vergangenes Jahr. Anfang dieses Jahres hatte das Innenministerium mitgeteilt, man rechne im Sommer mit Ersatz.