Mecklenburg-VorpommernStörtebeker-Koggen sind wieder im Wasser

Sie gehören zu den Hinguckern bei jeder Aufführung auf der Freilichtbühne Ralswiek: Zu den Vorbereitungen für das Stück "Likedeeler" sind die Piratenschiffe wieder auf dem Bodden unterwegs.
Ralswiek (dpa/mv) - Am 20. Juni starten die Störtebeker Festspiele in Ralswiek auf Rügen in ihre neue Spielzeit. Bis zum 5. September wird der legendäre Seeräuber dann wieder sein Unwesen treiben. Ein wichtiger Schritt in der Vorbereitung wurde jetzt getan: Die vier Koggen, die wesentliche Bestandteile der Vorstellungen auf der Freilichtbühne sind, wurden per Kran wieder zu Wasser gelassen.
Die Theaterschiffe sind den Originalen aus der Hansezeit nachempfunden. Sie wiegen zwischen 8 und 22 Tonnen und haben einen Tiefgang von lediglich einem Meter. Angetrieben werden sie von jeweils zwei 90-PS-Motoren. Die Besatzung besteht aus drei Personen.
"Gottes Freund und aller Welt Feind"
Das Stück der aktuellen Spielzeit trägt den Namen "Likedeeler". Klaus Störtebeker und seine Mitstreiter galten als diese "Gleichteiler", die ihre Beute gerecht verteilten. Unter ihrem Motto "Gottes Freund und aller Welt Feind" legen sie sich wieder mit ihren Kontrahenten an.
Gespielt wird jeweils von Montag bis Samstag. Zusätzlich zu den vier Koggen sind mehr als 150 Mitwirkende und 30 Pferde im Einsatz. Jede Vorstellung endet mit einem Feuerwerk über dem Großen Jasmunder Bodden. "Likedeeler" ist das zweite Stück im siebten Zyklus der Störtebeker Festspiele seit 1993. Angst, dass der Pirat am Ende seinen Kopf auf dem Grasbrook in Hamburg verliert, müssen die Zuschauer in diesem Jahr also nicht haben.