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Mecklenburg-Vorpommern Mehr Online-Banking, weniger Filialen: Sparkasse dünnt aus

Das Logo der Sparkasse an der Fassade eines Gebäudes.

(Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild)

Schwerin/Berlin (dpa/mv) - Die Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern haben in den zurückliegenden zehn Jahren etwa ein Drittel ihrer Geschäftsstellen aufgegeben. Am Donnerstag kündigte die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin für Mitte November die Schließung von fünf ihrer bislang 28 Filialen an. Betroffen seien die Standorte Brüel, Marnitz, Mestlin und Vellahn sowie eine der sechs Filialen in Schwerin. Das Selbstbedienungsangebot stehe dort aber weiterhin zur Verfügung.

"Mit dieser moderaten Anpassung berücksichtigen wir das Kundenverhalten in Richtung Online-Banking und der vermehrten Nutzung digitaler Angebote", erklärte der Vorstandsvorsitzende Kai Lorenzen. Mit ihren Kompetenz-Centern für Vermögensberatung, Firmenkunden, Immobilienvermittlung und -finanzierung sowie Versicherungen sorge die für Schwerin und den Landkreis Ludwigslust-Parchim zuständige Sparkasse weiter für fachliche Beratung, hieß es.

Die vermehrte Nutzung des Internets für Bankgeschäfte sowie allgemeiner Spardruck in der Branche lassen seit Jahren das Filialnetz schrumpfen. Nach Angaben des Ostdeutschen Sparkassenverbandes unterhielten die acht regionalen Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern Mitte dieses Jahres 168 Geschäftsstellen. 2011, als es im Land noch zehn eigenständige Sparkassen gab, waren es laut Verband noch 256, im Jahr 2020 dann 239. Trotz des Rückgangs unterhalten die Sparkassen im Nordosten noch das dichteste Filialnetz.

Quelle: dpa

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