Mecklenburg-VorpommernMehr als 8.000 Tonnen Müll im Nordosten illegal entsorgt

Bauschutt oder Elektroschrott landet oft illegal im Wald oder auf der Straße. Das kostet die Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern jedes Jahr eine Stange Geld.
Schwerin (dpa/mv) - Illegal entsorgter Müll in der Landschaft, im Wald oder an Straßenrändern kostet die Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern jährlich Tausende von Euros. Im vergangenen Jahr kostete die Entfernung des Abfalls die Landkreise und kreisfreien Städte insgesamt rund 300.000 Euro, wie das Umweltministerium mitteilte. Allein in Schwerin seien Kosten in Höhe von 47.500 Euro angefallen, in Rostock 23.000 Euro.
Zusammengerechnet wurden 2025 im Nordosten demnach rund 8.300 Tonnen illegalen Mülls erfasst. Das entspricht etwa dem Gewicht von 200 voll beladenen Lkw. In einigen Kommunen wird die Menge in Tonnen laut Ministerium nicht vermerkt, die Gesamtsumme könnte also deutlich größer sein
Wer illegal Müll entsorgt, kann sich strafbar machen
Am häufigsten seien Bau- und Abbruchabfälle, Altreifen, Sperrmüll, Elektroschrott und Siedlungsabfälle außerhalb erlaubter Anlagen weggeworfen worden. Für die Entfernung seien in der Regel die unteren Abfallbehörden der Kommunen oder die Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt zuständig.
Wegen illegaler Müllentsorgung seien im vergangenen Jahr knapp 300 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden, so das Ministerium. Dies könne mit einem Bußgeld bis zu 100.000 Euro geahndet werden. Größere Mengen oder gefährliche Abfälle unerlaubt zu entsorgen, könne sogar strafbar sein. Dann drohe eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.
Sperrmüll kostenlos abholen lassen – mancherorts möglich
Wer seinen Sperrmüll legal entsorgen will, kann dies nach Angaben der Verbraucherzentrale MV je nach Region und Kommune kostenlos tun. In Rostock könnten Verbraucherinnen und Verbraucher so oft sie wollen eine Abholung von Sperrmüll und Elektroschrott anmelden, ohne dass hierfür zusätzliche Kosten entstünden. In Schwerin kann jeder Haushalt einmal pro Jahr bis zu fünf Kubikmeter Sperrmüll kostenfrei abholen lassen, wie der städtische Eigenbetrieb SDS auf seiner Website angibt.