Mecklenburg-VorpommernMinisterin Bernhardt: "Der Frauentag bleibt unverzichtbar"

Ob im Handwerk oder als Unternehmerinnen: Frauen prägen Mecklenburg-Vorpommern. Doch bei Lohn und Chancen gibt es laut Gleichstellungsministerin weiter Nachholbedarf.
Schwerin (dpa/mv) - Zum Frauentag melden sich die Gleichstellungsministerin in Mecklenburg-Vorpommern, Jacqueline Bernhardt, und die Landesbeauftragte für Frauen und Gleichstellung, Monique Tannhäuser. In einer Pressemitteilung erinnern sie daran, dass der Internationale Frauentag ein Aufruf an Frauen und Männer gleichermaßen sei, gemeinsam für Respekt, Gerechtigkeit und echte Chancengleichheit einzutreten.
Die beiden wollen in der kommenden Woche ein gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm vorstellen, das Bernhardt als "Meilenstein" bezeichnet. Sie betont, dass Frauen noch immer einen anderen Alltag erleben - "bei Lohn, Chancen und Teilhabe". Bis es wahre Gleichstellung gebe, bleibe der Frauentag unverzichtbar.
Ein Podcast, der Frauen in Mecklenburg-Vorpommern hervortut
Jacqueline Bernhardt feiert am achten März zudem das Jubiläum ihres Podcasts "Macherinnen". In diesem stelle sie jeden Monat eine Frau aus Mecklenburg-Vorpommern vor. In der neuesten Folge spreche sie mit der Digitalisierungsbotschafterin des Bundeslandes Sophia Frederike Hammer. Mit der Geschäftsführerin spreche sie über Frauen als Unternehmerinnen.
Der Weg im Handwerk ist für Frauen immer noch schwierig
Auch in vielen handwerklichen Bereichen sind Mädchen und Frauen unverzichtbare "Macherinnen", wie die Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern am Frauentag mitteilt. Dies zeige sich auch dadurch, dass im letzten Jahr bei den Landeswettbewerben der Deutschen Meisterschaft im Handwerk zehn Gesellinnen zu den 33 Landessiegern gehörten.
Mecklenburg-Vorpommern liege mit einem Frauenanteil von 26,6 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Trotzdem gebe es bei den Ausbildungszahlen Luft nach oben. Damit Frauen langfristig erfolgreich im Handwerk arbeiten können, benötige es einiger zentraler Voraussetzungen: eine wertschätzende Arbeitskultur, faire Arbeitsmodelle und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.