Mecklenburg-VorpommernMordprozess: Fabians Vater versorgt Pferde der Angeklagten

Im Prozess um den gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow sagte eine Nachbarin der Angeklagten aus. Ihr gegenüber machte Fabians Vater Andeutungen.
Rostock (dpa/mv) - Der Vater des im Oktober 2025 getöteten achtjährigen Fabian hat nach Angaben einer Zeugin stets die Unschuld der 30-jährigen Angeklagten beteuert. Er versorge auch heute deren Pferde. Sie sehe ihn täglich auf der Koppel, sagte die 50-jährige Zeugin, die ihr Haus direkt gegenüber der Koppel hat.
Die Angeklagte und Fabians Vater (35) waren jahrelang liiert und sind es heute wieder. Die Zeugin berichtete, dass er in der Beziehung "wie ein Knecht" nur zum Arbeiten da gewesen sei. Ihr gegenüber habe die Angeklagte auch offen über ihre psychische Erkrankung gesprochen, wobei sie Borderline und Persönlichkeitsstörung genannt habe.
Der Vater habe ihr gegenüber auch einmal Andeutungen gemacht, dass er den Verdacht habe, Fabians Mutter und eine Freundin hätten etwas mit der Sache zu tun, sagte die Zeugin weiter. Fabians Mutter nimmt persönlich als Nebenklägerin an dem Prozess teil. Es war der sechste Verhandlungstag des Prozesses. Die 30-jährige des Mordes angeklagte Frau sitzt seit November 2025 in U-Haft und schweigt bislang zu den Vorwürfen.