Mecklenburg-VorpommernNach Hackerangriff: Neue Polizei-Smartphones wohl im Sommer

Seit einem Hackerangriff im Juni 2025 können die Polizisten in MV ihre Dienst-Smartphones nicht nutzen. Das geht wohl noch einige Monate so weiter.
Schwerin (dpa/mv) - Die Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern müssen nach einem Hackerangriff im Juni vergangenen Jahres wohl noch weitere Monate auf neue Smartphones warten. "Nach derzeitigem Stand rechnen wir im weiteren Verlauf dieses Jahres mit der Rückkehr zu einer vollständig verfügbaren mobilen IT-Ausstattung", teilte Innenminister Christian Pegel (SPD) nach einer Sitzung des Landtags-Innenausschusses zu dem Thema mit. Eine Ministeriumssprecherin präzisierte auf Anfrage, man rechne mit den neuen Handys im Sommer.
Die Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern können seit einem Hackerangriff auf einen Server im Juni 2025 ihre Dienst-Smartphones nicht nutzen. Die Opposition im Landtag kritisiert den Zustand scharf. Demnach sind mehr als 4.000 Diensthandys betroffen. Mehrere Oppositionspolitiker warfen Pegel in dem Zusammenhang ein massives Organisations- und Führungsversagen vor.
Verzicht auf kurzfristige Übergangslösungen
Aus dem Ministerium hieß es, bei der technischen Analyse des Vorfalls sei klar geworden, dass eine schnelle Wiederinbetriebnahme einzelner Geräte oder eine punktuelle Reparatur bestehender Strukturen den Sicherheitsanforderungen an die polizeiliche IT nicht entsprochen hätte. "Vor diesem Hintergrund wurde bewusst entschieden, auf kurzfristige Übergangslösungen zu verzichten." Stattdessen werde die mobile IT-Infrastruktur der Landespolizei umfassend neu aufgesetzt.
Das Ministerium betonte: "Die Einsatzfähigkeit der Landespolizei war und ist während des gesamten Prozesses gewährleistet." Für die tägliche Arbeit stünden die Kommunikations- und Arbeitsmittel zur Verfügung, die vor Einführung der dienstlichen Smartphones genutzt worden seien und parallel weiter zur Verfügung stünden. Dazu zählt etwa das Funkgerät.