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Mecklenburg-Vorpommern Pandemie Hauptthema bei Gesundheitswirtschafts-Konferenz

Ein Arzt hält einen Tupfer, mit dem ein Abstrich für einen Coronatest gemacht wird.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbo)

Wegen der Corona-Pandemie wurde die Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 2020 abgesagt, im letzten Jahr war sie deutlich kleiner als in der Vergangenheit. Und die Pandemie wird die Konferenz auch in diesem Jahr beschäftigen.

Rostock (dpa/mv) - Die Aufarbeitung der Corona-Pandemie ist eines der großen Themen, mit denen sich die Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft am kommenden Donnerstag und Freitag beschäftigt. In der aktuellen Ruhepause der Pandemie müssten dringend die Fragen geklärt werden, wie die Versorgung der Bevölkerung in der Zukunft gesichert werden kann, sagte der Tagungspräsident und Greifswalder Medizinprofessor Marek Zygmunt der Deutschen Presse-Agentur. Zu der Konferenz unter dem Titel "#Gesundheit2022: Global.Regional.Individuell" hat sich auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) angesagt. Rund 300 Experten werden in Rostock erwartet, zusätzlich sind mehrere Hundert Teilnehmer online dabei.

"Wir müssen endlich mit der Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft zu Potte kommen", sagte Zygmunt. Dringend müssten beispielsweise die digitale Patientenakte oder der Ausweis für Heilberufe auf den Weg gebracht werden. Darüber werde in Deutschland schon seit Jahren gesprochen und sei in vielen anderen Ländern schon Alltag.

Deutschland hinke um Jahre hinterher. "Die Gesundheitsämter mussten viele Dinge auf Papier und mit Faxgeräten erledigen", kritisierte Zygmunt. Die Nachverfolgung von Infektionen habe somit einen extrem hohen, personellen Aufwand bedeutet, der nur mit Unterstützung der Bundeswehr bewältigt werden konnte. "Das wäre so nicht nötig gewesen."

Die Pandemie habe aber nicht nur die technischen Mängel im Gesundheitssystem verdeutlicht, auch das Thema Fachkräftemangel sei mit aller Macht in den Vordergrund getreten. Die Rostocker Konferenz werde versuchen, in mehreren Formaten Fragen nach einem besseren Einsatz der vorhandenen Ressourcen beantworten zu können.

Von großer Bedeutung für das Land sei die Übergabe des "Masterplans Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern 2030" an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Der Plan sei die strategische Grundlage zur Fortentwicklung der Branche in Mecklenburg-Vorpommern und wurde unter Koordination des Netzwerks für die Gesundheitswirtschaft BioCon Valley fortgeschrieben.

Quelle: dpa

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