Mecklenburg-VorpommernSchwesig würdigt Süssmuth als Kämpferin für Frauenrechte

Rita Süssmuth ist tot. Manuela Schwesig erinnert an die Rolle der Ex-Gesundheitsministerin im Kampf gegen Aids. Und denkt an eine besondere Rede von Süssmuth zurück.
Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die verstorbene ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth als "unermüdliche Kämpferin für die Rechte von Frauen" gewürdigt. Viele Fortschritte, die heute selbstverständlich erschienen, würde ihre Handschrift tragen, hieß es in einer Mitteilung der Ministerpräsidentin über Süssmuth.
Schwesig erinnerte zudem an die Rolle der ehemaligen Bundesgesundheitsministerin im Kampf gegen Aids. Sie habe "in einer Zeit, in der AIDS-Kranke oft stigmatisiert wurden, Ängste genommen, Wissen vermittelt und ganz konkret Menschenleben gerettet". Dieser Einsatz verdiene bis heute größten Respekt. Die Festrede Süssmuths zum 25-jährigen Bestehens der Landesverfassung von Mecklenburg-Vorpommern habe sie "als starkes Plädoyer für Demokratie, Verantwortung und gesellschaftlichen Zusammenhalt" in Erinnerung.
Süssmuth starb im Alter von 88 Jahren. Die CDU-Politikerin gehörte dem Bundestag von 1987 bis 2002 an und war von 1988 bis 1998 dessen Präsidentin. Von 1985 bis 1988 war sie außerdem Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit.