Mecklenburg-VorpommernStartschuss für WarnowQuartier-Erschließung

Nach Jahren der Planung und Ungewissheit nimmt das Wohnungsprojekt WarnowQuartier Fahrt auf. Zunächst geht es um die Erschließung des Areals, wo künftig ein neues urbanes Viertel entstehen soll.
Rostock (dpa/mv) - Am Ufer der Unterwarnow haben mit dem symbolischen ersten Spatenstich die ersten Arbeiten zur Entwicklung des sogenannten WarnowQuartiers in Rostock begonnen. In dem rund 21 Hektar großen Wohngebiet sollen 1.000 neue Wohnungen entstehen. Geplant ist, dass die ersten Mieter im Jahr 2031 einziehen. Bauherrin ist die Hansestadt Rostock. Die Vergabe der einzelnen Baufelder erfolgt nach deren Angaben durch eine Konzeptausschreibung an Investoren.
Zum ersten Spatenstich kam auch Bundesbauministerin Verena Hubertz nach Rostock. Die SPD-Politikerin bezeichnete das WarnowQuartier als wichtigen Beitrag für mehr bezahlbaren Wohnraum. "Ein besonderes Zeichen setzt das Quartier mit vielen geförderten Wohnungen im Erbbaurecht: So entsteht Wohnraum, der nicht nur heute, sondern auch morgen Menschen ein Zuhause gibt."
Förderung von Bund und Land
Die Kosten für die städtischen Vorhaben, wie etwa die Erschließung von Straßen und Plätzen in dem Quartier, liegen bei 57 Millionen Euro. Der Bund gibt eine Förderung in Höhe von 25 Millionen Euro, das Land MV steuert 7,5 Millionen Euro hinzu. Das WarnowQuartier zählt zu deutschlandweit sechs Modellvorhaben, bei denen die Entwicklung beispielhafter Lösungen für den zukünftigen Städtebau und die Städtebauförderung im Fokus steht.
Das neue Stadtquartier soll Verbindungen zwischen der Innenstadt und den östlichen Rostocker Stadtteilen Dierkow, Toitenwinkel und Gehlsdorf schaffen. Durch das Vorhaben entstehe dringend benötigter Wohnraum, so Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger (Linke). Das sei für Rostock enorm wichtig. "In diesem Projekt schlummern große Chancen für die weitere Wohnraumentwicklung in unserer Stadt."
In dem Gebiet sollen Wohnraum für etwa 2.000 Menschen und rund 1.000 Arbeitsplätze entstehen. Neben einem zentralen Treffpunkt für Vereine, soziale Initiativen sowie Kultur- und Bildungsangeboten wird das Konzept durch gesundheitsfördernde Einrichtungen und verschiedene Wohnformen für unterschiedliche Lebensphasen ergänzt. Vorgesehen seien zudem Spielplätze, Jugendangebote und großzügige Freiräume.