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Mecklenburg-VorpommernStatistikamt: Aufwand bei der Datenerhebung gestiegen

22.11.2022, 15:12 Uhr

Schwerin (dpa/mv) - Das Statistische Landesamt muss immer öfter Überzeugungsarbeit leisten, um Daten in der Bevölkerung und bei Unternehmen zu erheben. Der Aufwand bei der Datenerhebung sei sowohl in der Corona-Zeit, aber auch generell merklich größer geworden, sagte der Leiter des Statistikamts Mecklenburg-Vorpommern, Christian Boden, am Dienstag in Schwerin bei der Vorstellung des statistischen Jahrbuchs 2022. Manchmal sei auch die Androhung eines Zwangsgeldes nötig.

Boden erläuterte, dass unter anderem dann, wenn kleine Firmen mit wenigen Beschäftigten angefragt werden, der Aufwand für den Einzelnen stark ansteige und die Bereitschaft sinke. Er könne das verstehen, warb jedoch auch dafür, den Nutzen zu sehen: Wichtige staatliche Kenngrößen wie das Bruttoinlandsprodukt würden aus einer dreistelligen Anzahl an Einzelstatistiken errechnet, jeder erhobene Datensatz fließe hier ein. Trotzdem stellte Boden fest: "Am Schluss ist die Qualität der Daten, die bei uns rausgeht, sehr gut. Dafür verbürgen wir uns auch."

Bei der Veranstaltung warb der Leiter des Statistikamts auch für eine neu aufgelegte, gedruckte Taschenbuch-Version der Jahresstatistiken. Diese mit allerlei Grafiken und QR-Codes versehene Kurzversion richte sich vor allem an junge Leute und soll ihnen den Zugang zu den Daten erleichtern. Die Vollausgabe des Statistischen Jahrbuchs wird laut Boden nur noch digital angeboten, da sie inzwischen zu umfangreich sei. Im vergangenen Jahr war das Jahrbuch den Angaben nach über 600 Seiten stark und 1,5 Kilogramm schwer.

Quelle: dpa

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