Mecklenburg-VorpommernTödlicher Brand in Schwerin: Ermittler schließen Unfall aus

Bei einem Feuer und einer Explosion in einem fünfstöckigen Haus in der Schweriner Innenstadt ist Anfang August ein Mann ums Leben gekommen. Die Staatsanwaltschaft hat nun neue Erkenntnisse.
Schwerin (dpa/mv) - Bei dem tödlichen Brand in einem fünfstöckigen Wohnhaus in der Schweriner Innenstadt handelt es sich bei dem Verstorbenen um den Wohnungsinhaber. Das Alter des Mannes sei weiterhin unbekannt, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mitteilte. Als Brandursache schließen die Ermittler demnach einen Unfall aus. Nach derzeitigem Ermittlungsstand deuteten die Erkenntnisse darauf hin, dass der Verstorbene das Feuer selbst gelegt habe. Die genauen Umstände und Gründe dafür seien jedoch weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
Bei dem Feuer am 6. August gab es in dem Gebäude mit sechs Wohnungen zunächst eine Explosion. Ein Sprengstoffermittler kam zum Einsatz. Das Feuer brach im Wohnzimmer der Wohnung aus. Der Bewohner wurde durch die Wucht der Explosion mutmaßlich in den Hausflur geschleudert und dort von den Einsatzkräften aufgefunden. Eine weitere Person wurde mit einer Drehleiter aus dem brennenden Gebäude gerettet und mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Auch ein Hund und mehrere Katzen wurden aus dem Haus gerettet.
Das Brandhaus sowie ein benachbartes Gebäude wurden vorsorglich evakuiert. Nach Angaben der Stadt Schwerin mussten elf Menschen vorübergehend anderweitig untergebracht werden. Ein Statiker prüfte zudem, ob das Gebäude durch den Brand einsturzgefährdet war.
Die Ermittlungen zu den Umständen des Brandes und dem Tod des Mannes dauern an.