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Mecklenburg-VorpommernUni-Medizin Rostock plant für größte Baustelle des Landes

06.04.2023, 16:56 Uhr

Die Uni-Medizin Rostock ist Mecklenburg-Vorpommerns größte medizinische Einrichtung. Geht es nach ihr, wird sie bald auch die größte Baustelle des Landes. Die Infrastruktur müsse dringend zukunftssicher und patientengerecht gemacht werden.

Rostock (dpa/mv) - Die Unimedizin Rostock will ihren Standort Campus Schillingallee in der Innenstadt massiv um- und ausbauen. Dazu sollen bestehende Gebäudetrakte der Inneren Medizin abgerissen und durch viereinhalbgeschossige Neubauten ersetzt werden. Zudem sind drei neue Bettenhäuser und ein neues Operationszentrum geplant. "Wir müssen bauen, um zukunftsfähig zu bleiben", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Unimedizin, Tilmann Schweisfurth, am Donnerstag bei der Vorstellung der Pläne.

Es werde die größte Baustelle des Landes Mecklenburg-Vorpommern für die nächsten 15 Jahre, verdeutlichte er die Dimension des Vorhabens. Mit der Stadt Rostock gebe es nach guten Gesprächen einen Grundkonsens. Im Sommer solle der B-Plan aufgestellt und bei idealem Verlauf drei Jahre später von der Bürgerschaft beschlossen werden. Die Gesamtmaßnahme solle bis 2038 abgeschlossen sein. "Spätestens", so Schweisfurth.

Ziel ist es, alle somatischen, also körperlichen, medizinischen Disziplinen am Standort Campus Schillingallee zu konzentrieren. Dafür müssen die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden. Die alten Gebäude könnte die modernere Infrastruktur nicht aufnehmen. Zudem sei die derzeitige Verteilung über die gesamte Stadt weder zukunftsfest noch patientengerecht. Der Psychiatrie- und Forensik-Standort Gehlsdorf solle aber erhalten bleiben. Über die Kosten für das langfristige Mega-Projekt hielt sich der Aufsichtratschef bedeckt. Die konkreten Gespräche über Planung und Geld mit dem Land stünden noch aus.

Auch die ärztliche Vorständin der Uni-Medizin, Christiane Stehle, bezeichnete die Neu- und Umbaupläne als alternativlos, wenn man die Aufgabe als medizinischer Maximalversorger erfüllen wolle. Es gehe mit Blick auf den kommenden Fachkräftemangel auch darum, als Arbeitgeber attraktiv zu sein. "Das können wir nur mit modernen Strukturen." Die Unimedizin Rostock ist die größte medizinische Einrichtung Mecklenburg-Vorpommerns.

Quelle: dpa

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