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Mecklenburg-VorpommernVogelzählaktion des Nabu: Weniger Spatzen im Nordosten

28.01.2026, 10:27 Uhr
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Spatzen werden am häufigsten in den Gärten und Parks in Mecklenburg-Vorpommern gezählt. Doch die Zahl sinkt.

Schwerin (dpa/mv) - Bei der jährlichen Zählung des Naturschutzbundes (Nabu) "Stunde der Wintervögel" sind in diesem Winter in Mecklenburg-Vorpommern weniger Vögel gezählt worden als in den Vorjahren. Pro Garten seien 43 Vögel gezählt worden, teilte der Nabu Mecklenburg-Vorpommern mit. Zur ersten "Stunde der Wintervögel" im Jahr 2011 seien noch 54 Vögel pro Garten gemeldet worden. Über die vielen Jahre lasse sich ein stetiger Abwärtstrend beobachten. Bundesweit wurden den Angaben zufolge im Schnitt 32 Vögel pro Garten oder Park gezählt.

Das Prinzip der Zählung: Freiwillige zählen eine Stunde lang in Gärten und Parks die Vögel, die sie beobachten und melden diese Zahlen dem Nabu. Diesmal beteiligten sich bundesweit bei der Aktion vom 9. bis zum 11. Januar 145.000 Menschen. In Mecklenburg-Vorpommern machten 4.035 Menschen mit und damit deutlich mehr als im Vorjahr mit 2.626 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Rückgang vor allem bei den Spatzen

Besonders auffällig ist den Angaben zufolge der große Rückgang der beiden Spatzenarten. Bundesweit wurden sie 15 Prozent (Haussperling) und 10 Prozent (Feldsperling) seltener gesichtet als im Vorjahr. In Mecklenburg-Vorpommern wurden mit 30.809 Individuen 9 Prozent weniger Haussperlinge und mit 10.145 Individuen 13 Prozent weniger Feldsperlinge als im Vorjahr gezählt. Ein großes Problem für beide Arten ist demnach der Mangel an Brutplätzen und Nahrung. Dem Feldsperling setzt den Angaben zufolge vor allem der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft zu.

Dennoch liegt der Haussperling sowohl bundesweit als auch in Mecklenburg-Vorpommern immer noch ganz vorn in der Rangliste der am häufigsten gesichteten Vögel. Es folgen im Nordosten Kohlmeise (13.671), Feldsperling (10.145), Blaumeise (8.844) und Amsel (8.094).

Insbesondere das Zählergebnis der Amsel sorgte bei den Ornithologen für Erleichterung, wie der Nabu weiter mitteilte. Sie wurde wieder deutlich öfter gesehen, nachdem ihr Bestand in den vergangenen Jahren sehr unter dem Usutu-Virus gelitten hatte.

Quelle: dpa

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