Mecklenburg-VorpommernWanderer stecken vor Rügens Kreidefelsen in Schlamm fest

An den Kreidefelsen auf Rügen versinken sie auf einmal im Matsch. Seenotretter und Feuerwehr eilen den beiden verletzten Wanderern zu Hilfe. Dabei ist die steinige Küste schwer zu erreichen.
Sassnitz (dpa/mv) - Zwei Wanderer sind bei den Kreidefelsen auf der Insel Rügen im Schlamm eingesunken und leicht verletzt worden. Seenotretter und Feuerwehr seien am Sonntagabend an den Strand unterhalb der Steilküste des Nationalparks Jasmund zu Hilfe geeilt, wie die Seenotretter der Station Sassnitz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilten.
Der Mann und die Frau im Alter von 38 und 34 Jahren hätten sich zwar selbst aus dem Schlamm befreien können, seien aber verletzt und unterkühlt gewesen. Sie wurden demnach von den Einsatzkräften am Strand medizinisch versorgt und mit einem Schlauchboot nach Sassnitz gebracht. Dort habe ein Rettungswagen die beiden ins Krankenhaus gefahren.
Immer wieder Unfälle an der Steilküste
"Immer wieder kommt es im Bereich der Steilküsten zu Unfällen", sagte eine Sprecherin der Seenotrettung. Ein Spaziergang sei an diesem Ort nicht ungefährlich. Durch die lange Frostperiode des Winters hatte es in diesem Jahr zudem mehrere Klippenabbrüche gegeben, die den Seenotrettern zufolge an der Küste tiefen Kreideschlamm bildeten. Nach Angaben des Nationalparks Jasmund war der Abbruch Anfang März der größte der vergangenen 15 Jahre.
Rettungsaktionen seien laut Seenotrettung allerdings herausfordernd, weil die steinige Küste von Land und vom Wasser aus schlecht zu erreichen sei. Der Nationalpark rät Besucherinnen und Besuchern daher dringend, oberhalb des Ufers auf dem markierten Weg zu bleiben.