Mecklenburg-VorpommernWarnung vor gefährlichen Mutproben wie "Blackout-Challenge"

Wie gefährlich sogenannte Challenges werden können, die etwa in sozialen Medien auftauchen, zeigt jüngst ein Fall aus MV. Was können Eltern tun, um ihre Kinder zu schützen? Wo finden Eltern Rat?
Schwerin (dpa/mv) - Das Schweriner Bildungsministerium warnt vor gefährlichen Mutproben, zu denen über soziale Medien im Internet aufgerufen wird und die vor allem Kinder und Jugendliche zum Mitmachen verleiten können. Als Beispiel nennt das Ministerium die sogenannte Blackout-Challenge.
Nach Polizeiangaben war es erst vergangene Woche zu einer derartigen Aktion auf einem Schulhof im Landkreis Ludwigslust-Parchim gekommen. Demnach ließ sich ein 12-Jähriger von einem 13-Jährigen bis zur Bewusstlosigkeit würgen. Als die Bewusstlosigkeit eintrat, fiel der 12-Jährige den Angaben zufolge zu Boden und schlug mit dem Kopf auf. Er kam in ein Krankenhaus.
"Kinder und Jugendliche bewegen sich selbstverständlich in digitalen Räumen. Umso wichtiger ist es, dass sie dabei von Erwachsenen begleitet werden", betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke). "Ich möchte Eltern ermutigen, mit ihren Kindern regelmäßig über Inhalte zu sprechen, die ihnen in sozialen Netzwerken begegnen - auch über sogenannte Challenges oder Mutproben." Ein offenes Gespräch könne helfen, Risiken besser einzuordnen und Kinder darin zu stärken, gefährliche Trends kritisch zu hinterfragen.
Unterstützung finden Eltern demnach beim Zentralen Fachbereich für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS).