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Mecklenburg-VorpommernZuletzt etwas Entspannung bei Großbrand bei Neustrelitz

27.06.2026, 09:51 Uhr
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Eine geänderte Windrichtung hatte am Freitag dem Großbrand bei Neustrelitz neue Dynamik gegeben. Die Feuerwehr bemüht sich um den Schutz einer Strom- und einer Bahntrasse. Was macht der Wind?

Neustrelitz (dpa/mv) - Beim seit Mittwoch bestehenden Großbrand auf einem ehemaligen sowjetischen Panzerschießplatz bei Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) hat sich die Lage zuletzt etwas entspannt. "Die brennende Fläche hat sich nicht wesentlich weiterbewegt", sagte Jörg Westphal, stellvertretender Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Neustrelitz, am Morgen. "Sie steht fast auf der Stelle, da wir im Moment auch so gut wie keinen Wind haben. Die Intensität des Brandes hat nicht zugenommen, so dass die Lage für die Einsatzkräfte entspannt ist." Davon unabhängig würden die Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Feuers aufrechterhalten.

Am Freitag hatte der Wind gedreht und das Feuer in Richtung Norden getrieben. In dieser Richtung befinden sich zunächst eine Strom- und weiter im Norden eine ICE-Bahntrasse. Das Feuer befinde sich in etwa 200 Meter von der Hochspannungsleitung entfernt. Die Leitung war am Freitag bereits durch den Stromnetzbetreiber Edis abgeschaltet worden. Auswirkungen auf Verbraucher hat dies laut Edis nicht. Entlang der Leitung wurde eine Verteidigungslinie mit Kreisregnern, die den Bereich wässern, eingerichtet. Auch der Waldweg an der Eisenbahnlinie wird laut Westphal vorsorglich gewässert.

Sicherheitsabstand wegen Altmunition

Die vom Feuer betroffenen Flächen selbst kann die Feuerwehr wegen der starken Belastung mit Altmunition nicht betreten. Es gab laut Westphal bereits Explosionen. Die Einsatzkräfte müssen einen Abstand von 1.000 Metern zum Feuer halten.

Die gesamte vom Brand betroffene Fläche betrage etwa 130 Hektar, wobei aktuell etwa 3 Hektar brannten. Etwa 150 Kräfte seien im Einsatz. Sie würden auch angesichts der Hitze mit Augenmaß eingesetzt. Es gebe ständige Wechsel. Maßgeblich für die weitere Entwicklung sei der Wind, der in der Nacht abgenommen habe. Westphal rechnet nach eigener Aussage tagsüber wieder mit einer Zunahme. "Wie die Lage ab Mittag ist, das muss man sehen."

Quelle: dpa

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