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Niedersachsen & Bremen Blindgänger entschärft: 10.000 Menschen evakuiert

Ein Flatterband mit der Aufschrift

(Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild)

Wegen einer Bombenentschärfung müssen in Osnabrück Tausende ihre Wohnungen verlassen. Mehr Menschen als üblich kommen laut Stadt in einem Evakuierungszentrum unter. Dort gab es zudem ein medizinisches Angebot, das viele in Anspruch nahmen.

Osnabrück (dpa/lni) - Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Osnabrück entschärft worden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst habe den Heckzünder der 50-Kilo-Bombe unschädlich gemacht, sagte eine Stadtsprecherin am Sonntag. "Alles ist gut gelaufen." Die Sprengmeister seien zufrieden mit dem Verlauf, sagte sie. Im Anschluss wurde am Sonntagnachmittag der Gefahrenbereich im Umkreis von einem Kilometer um den Fundort der Bombe auf einem Friedhof im Stadtteil Schinkel wieder aufgehoben. Rund 10.000 Menschen konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Die angrenzende Autobahn 33 war von der Sperrung nicht betroffen.

Zuvor hatten bis um 9.00 Uhr alle Anwohnerinnen und Anwohner das Gebiet, in dem 1850 Gebäude stehen, verlassen müssen. Rettungskräfte überprüften danach, ob sich alle Menschen in Sicherheit begeben hatten. Die Evakuierung sei ohne größere Vorkommnisse abgelaufen, sagte die Stadtsprecherin. Shuttlebusse brachten Anwohner, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkamen, in ein Evakuierungszentrum in einem Nachbarstadtteil. Rund 300 Menschen kamen dort laut Stadt zeitweise unter. Die Nachfrage sei größer gewesen als bei früheren vergleichbaren Blindgänger-Evakuierungen, sagte die Sprecherin.

Ein positiver Nebeneffekt: Im Evakuierungszentrum hatte die Stadt auch ein Impfzentrum eingerichtet. Rund 120 Menschen ließen sich dort am Sonntag gegen das Coronavirus impfen. Zum Teil seien auch Leute zum Impfen dorthin gekommen, die gar nicht von der Evakuierung betroffen waren, sagte die Sprecherin.

Zunächst war die Stadtverwaltung von zwei Bomben ausgegangen, die entschärft werden müssten. Bei der Überprüfung eines Blindgängers in sieben Metern Tiefe stellte sich dann aber heraus, dass dieser während des Krieges bereits im Boden detoniert war.

© dpa-infocom, dpa:211016-99-621308/3

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