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Niedersachsen & BremenBremen verlängert Iran-Abschiebestopp

18.01.2023, 12:33 Uhr
Ulrich-Maeurer-SPD-Innensenator-der-Freien-Hansestadt-Bremen-nimmt-an-einer-Pressekonferenz-der-Innenminister-und-senatoren-teil
(Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild)

Bremen (dpa/lni) - Bremen verlängert die Aussetzung von Abschiebungen in den Iran. Der Abschiebestopp galt seit Mitte Oktober 2022 für zunächst drei Monate. Am Mittwoch unterzeichnete Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) einen Erlass zur Verlängerung, wie eine Sprecherin mitteilte. "Die Lage im Iran hat sich seit Herbst noch einmal verschärft. Die Menschenrechte werden im Iran systematisch verletzt", betonte Mäurer. Ausgenommen vom Erlass seien Straftäter sowie Extremisten. Diese Fälle würden nach sorgfältiger Einzelfallprüfung entschieden.

Als Reaktion auf die seit Mitte September andauernden Proteste ließ Teheran bereits zahlreiche Menschen hinrichten. Niedersachsen hatte im Oktober bis auf Weiteres Abschiebungen in den Iran ausgesetzt. Die Innenministerkonferenz hatte sich Ende November darauf verständigt, "dass angesichts der gegenwärtigen katastrophalen Menschenrechtssituation im Iran bis auf weiteres keine Abschiebungen in den Iran durchgeführt werden". Ein nationales Abschiebungsverbot ist das aber nicht, Ausnahmen für Gefährder und Straftäter sind möglich.

Quelle: dpa

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