Niedersachsen & BremenCSD in Bremen – 30.000 Menschen und viel Polizei

Eine bunte und laute Demonstration zieht ausgelassen und friedlich durch die Bremer Innenstadt – mit klaren Botschaften. Es ist nicht die einzige große Veranstaltung in der Stadt.
Bremen (dpa/lni) - Tausende Menschen sind beim Christopher Street Day durch die Bremer Innenstadt gezogen, um für Vielfalt, Sichtbarkeit, Freiheit und ein friedliches Miteinander zu demonstrieren. Der Aufzug startete am Vormittag mit rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie die Polizei mitteilte. An der Strecke gab es demnach einen großen Zulauf, gegen Mittag waren es bereits 30.000 Menschen. Die Parade war laut Polizei ausgelassen und friedlich.
Mit mehr als 50 Gruppen aus Vereinen, Initiativen, Unternehmen, Parteien, Gewerkschaften, sozialen Einrichtungen und der Community gebe es eine Rekordbeteiligung, teilten die Veranstalter bereits im Vorfeld mit. Die Teilnehmer gehen für die Rechte queerer Menschen und für eine offene und demokratische Gesellschaft auf die Straße. Das Motto lautet "Generationen voller Pride – glücklich, sichtbar, stark".
Polizei hat Sicherheitslage besonders im Blick
Nach dem Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin hat die Polizei die Sicherheitslage besonders im Blick. "Auch die jüngsten Ereignisse beim CSD in Berlin fließen in die aktuelle Lagebewertung der Polizei Bremen ein", teilten die Beamten wenige Tage vor der Demonstration mit. Demnach wird die Lage gemeinsam mit den zuständigen Sicherheitsbehörden und den Veranstaltern fortlaufend bewertet und das Einsatzkonzept bei Bedarf angepasst.
Am Rande des CSD in der Bundeshauptstadt war am 25. Juli ein islamistischer Attentäter mit einem Wagen in eine Menschengruppe gefahren und hatte anschließend vermutlich mit einer Machete Passanten attackiert. Bei dem Anschlag wurden eine Frau getötet und mindestens 31 Menschen zum Teil schwer verletzt.
CSD, DFB-Pokal und Konzert in Bremen
Wegen mehrerer Veranstaltungen werden in Bremen heute Zehntausende Menschen erwartet, wie die Polizei mitteilte. Im Weserstadion steht ein Erstrundenspiel im DFB-Pokal an und am Abend findet auf der Bürgerweide ein Konzert statt. Besucherinnen und Besucher sollten mehr Zeit als sonst für ihre An- und Abreise einplanen, schrieb ein Polizeisprecher.