Niedersachsen & BremenHochsaison für Diebe: Worauf Radfahrer jetzt achten sollten

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen - die Fahrradsaison beginnt. Und mit ihr die Saison der Fahrraddiebe.
Hannover (dpa/lni) - Zur beginnenden Radsaison hat das niedersächsische Landeskriminalamt vor Fahrraddieben gewarnt. Allein im vergangenen Jahr sei mit Fahrraddiebstählen landesweit ein Schaden von rund 28 Millionen Euro entstanden, teilte die Behörde mit. Vor allem hochwertige Fahrräder und E-Bikes seien bei den Tätern gefragt - mit entsprechend hohen Schadenssummen. Für die beginnende Saison sei daher nicht nur ein straßentaugliches Rad, sondern auch der richtige Diebstahlschutz entscheidend.
Ein wirksamer Diebstahlschutz beginne mit dem richtigen Schloss, riet das Landeskriminalamt. Radfahrer sollten demnach auf massive Bügel-, Stahlketten- oder Panzerkabelschlösser setzen. Das Schloss müsse groß genug sein, um das Fahrrad an etwa einem Fahrradständer befestigen zu können. Es reiche nicht, nur Vorder- und Hinterrad zu blockieren - so könnten die Räder leicht weggetragen oder verladen werden.
GPS-Tracker als zusätzliche Sicherung
Bei E-Bikes sollten Akku und wertvolles Zubehör zusätzlich gesichert werden. Auch in Kellern oder Garagen lohne sich eine zusätzliche Sicherung, auch könnten GPS-Tracker am Rad angebracht werden.
Fahrräder sollten zudem eindeutig identifizierbar sein, riet die Behörde. Viele in Deutschland verkaufte Räder hätten eine eingeschlagene Rahmennummer, alternativ lasse sich das Rad codieren. So könne die Polizei die Wohnanschrift des Eigentümers ermitteln.
Außerdem sollten alle wichtigen Daten des Rades - Codier- oder Rahmennummer, Rahmengröße, Hersteller, Modell und ein Foto - in einem Fahrradpass festgehalten werden. Viele Händler stellen den Angaben zufolge einen solchen Fahrradpass aus.