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Niedersachsen & BremenIn Niedersachsen werden die ersten Erdbeeren gepflückt

10.05.2026, 04:36 Uhr
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Egal, ob auf oder in Kuchen, als Konfitüre oder einfach so als Zwischendurch-Snack: Frische Erdbeeren sind für viele ein Höhepunkt in der warmen Jahreszeit. So langsam fängt die Ernte an.

Hatten (dpa/lni) - Wenn es frische Erdbeeren gibt, steht der Sommer vor der Tür - da dürfte die Nachricht, dass die ersten Früchte in Niedersachsen schon geerntet werden, bei vielen für Freude sorgen. Zumindest unter begehbaren Folientunneln hat die Erdbeerernte in Niedersachsen schon begonnen. Allmählich kommt auch die Ernte im Freiland in Sicht: Er gehe davon aus, dass mit dem Erdbeeren-Pflücken unter freiem Himmel gegen Ende Mai begonnen werden könne, sagte Fred Eickhorst, Geschäftsführer der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer mit Sitz in Hatten bei Oldenburg.

Verlässliche Angaben über die Preise gibt es noch nicht, aber derzeit dürften Preise zwischen 5 und 6 Euro für die 500-Gramm-Schale aufgerufen werden, heißt es aus der Branche.

"Im Schnitt liegen wir in Norddeutschland immer zehn bis 14 Tage hinter den Anbaugebieten in Süddeutschland", sagte Eickhorst. Im Süden Deutschlands würden schon die ersten Freilanderdbeeren geerntet.

Noch seien aber auch in Süddeutschland die Mengen klein, erklärte Eva Würtenberger von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) in Bonn. Der Temperaturrückgang der vergangenen Tage sei kein richtiges Erdbeerwetter gewesen. "Optimale Bedingungen für die Erdbeere zum Reifen sind Tagestemperaturen so um die 20 Grad und Nachttemperaturen von über zehn Grad", sagte die Expertin. Fallen die Temperaturen nachts unter die 10-Grad-Marke, schlage sich das sofort in den Mengen nieder.

Inzwischen habe sich der Anbau in Hochtunneln in ganz Deutschland durchgesetzt, sagte Würtenberger. Diese Art des Anbaus biete für die Produzenten einige Vorteile, etwa den Schutz vor Temperaturumschwüngen und Starkregen. "Gerade die Erdbeere ist sehr empfindlich", erklärte die AMI-Expertin. Bei Erdbeeren aus dem Freiland-Anbau gebe es immer auch das Risiko von Schäden an den Früchten; diese seien dann nicht mehr zu vermarkten.

Andererseits seien die Landwirte auch froh über die Regenfälle der vergangenen Tage, sagte Eickhorst: Aktuell seien die Flächen sehr ausgetrocknet. "Wir haben einen sehr hohen Nachholbedarf an Wasser." Allerdings seien die Landwirte auch in der Lage, ihre Anbauflächen für Erdbeeren, aber auch für Spargel zu bewässern.

Quelle: dpa

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