Regionalnachrichten

Niedersachsen & BremenKommt die Bundeswehr zurück nach Cuxhaven?

09.07.2026, 16:32 Uhr
Die-Bundeswehr-koennte-nach-Cuxhaven-zurueckkehren

Die Bundeswehr braucht dringend mehr Platz für den Wehrdienst. Acht Standorte sind bundesweit in der engeren Auswahl – darunter auch eine ehemalige Kaserne an der niedersächsischen Küste.

Cuxhaven/Berlin (dpa/lni) - Die Bundeswehr erwägt, eine ehemalige Kaserne an der niedersächsischen Küste zu reaktivieren. Die neuen Rekruten des Wehrdienstes könnten möglicherweise in der ehemaligen Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne in Cuxhaven unterkommen, teilte das Bundesverteidigungsministerium in Berlin mit. Die Kaserne gilt als einer von acht möglichen Standorten in Deutschland.

Das Gelände eigne sich aufgrund seiner Lage, seiner Infrastruktur und seiner Kapazitäten besonders gut für den neuen Wehrdienst, hieß es. Eine finale Entscheidung über die Reaktivierung sei noch nicht getroffen. Man gehe bei den Planungen nun in die nächste Phase. Man werde mit allen relevanten Akteuren die Möglichkeiten und Herausforderungen einer zukünftigen Nutzung vor Ort erörtern, teilte das Ministerium mit.

Die Stadt Cuxhaven begrüßt das Interesse der Bundeswehr an der ehemaligen Kaserne. Rund 2.000 Soldatinnen und Soldaten könnten dort unterkommen. Vor zwei Jahren war mal im Gespräch, die ehemalige Kaserne als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen sollte das Gebäude abgerissen und die Fläche anders genutzt werden.

Seit 1. Januar gilt der neue freiwillige Wehrdienst

Das Gesetz für den neuen Wehrdienst auf freiwilliger Basis war am 1. Januar in Kraft getreten. Alle Männer und Frauen, die volljährig werden, erhalten Fragebögen, um Eignung und Motivation für die Bundeswehr zu erheben. Junge Männer müssen den Bogen verpflichtend ausfüllen, für junge Frauen ist dies freiwillig.

Deutschland reagiert damit auf die Bedrohung durch Russland und die in der Folge geänderten Nato-Ziele. So soll die aktive Truppe auf 260.000 Männer und Frauen wachsen. Ende des ersten Quartals waren es rund 185.000. Zudem soll es 200.000 Männer und Frauen in der Reserve geben. Sollten die Zielkorridore verfehlt werden, kann der Bundestag über eine Wehrpflicht entscheiden.

Quelle: dpa

Regionales