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Niedersachsen & Bremen Nach 75 Jahren ist Friedland weiter Stelle für Flüchtlinge

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Friedland (dpa/lni) - 75 Jahre nach seiner Öffnung ist das Grenzdurchgangslager Friedland immer noch erster Anlaufpunkt und Symbol der Hoffnung für zahlreiche Menschen auf der Flucht. Im vergangenen Jahr kamen nach Angaben des Leiters Heinrich Hörnschemeyer um die 12 000 Menschen vorübergehend nach Friedland, darunter etwa 7000 Spätaussiedler. Solche Einrichtungen würden weiterhin gebraucht, viele Menschen seien auf der Flucht vor Krieg, noch mehr dürften künftig erwartungsgemäß die Flucht antreten. Sie gut aufzunehmen, sei "nach wie vor unsere Aufgabe", betonte er. Nationalität, Hautfarbe und Religion seien dabei unwichtig.

Symbol der Hoffnung ist das Lager bei Göttingen seit dem 20. September 1945. Errichtet wurde es in wenigen Tagen, um die Flüchtlingsmassen vom Osten Deutschlands nach Westen unter Kontrolle zu bringen. In den vergangenen Jahrzehnten wurde es laut Hörnschemeyer für mehr als 4,1 Millionen Menschen zur ersten Anlaufstelle in Deutschland - unter ihnen freigelassene Kriegsgefangene aus der Sowjetunion.

2015 war das Lager mit eigentlich 800 Plätzen überfüllt. Während den Menschen - darunter viele Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien und Irak - damals nicht viel geboten werden konnte, sieht das heute anders aus: Asylsuchende, die meist bis zu drei Monate blieben, erhielten sprachliche Orientierung, Informationen und die Kinder würden auf die Schule vorbereitet.

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