Regionalnachrichten

Niedersachsen & BremenMesserattacke in Hannover - Verdacht hochgestuft

26.02.2026, 08:29 Uhr
Mit-einer-Stichverletzung-kam-ein-Mann-in-Hannover-ins-Krankenhaus

Nach dem Angriff auf einen 22-Jährigen im Zentrum von Hannover gibt es unterschiedliche Angaben zur Tat. Gut einen Monat später stufen die Ermittler den möglichen Tatvorwurf hoch.

Hannover (dpa/lni) - Nach der Stichverletzung eines 22-Jährigen in Hannover im Januar haben die Ermittler den möglichen Tatvorwurf einem Medienbericht zufolge hochgestuft. "Nach Würdigung der bisherigen Sach- und Rechtslage durch die hiesige Staatsanwaltschaft werden die polizeilichen Ermittlungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt wegen des Verdachts des versuchten Totschlags geführt", sagte die erste Staatsanwältin Samantha Zohri der "HAZ".

Die Hintergründe der Tat und damit Fragen zu einem möglicherweise politischen Motiv bleiben aber weiterhin unklar. "Die polizeilichen Ermittlungen, insbesondere zu den Hintergründen der Tat und möglichen Motiven, dauern an", sagte Zohri der Zeitung.

22-Jähriger wurde schwer verletzt

Die Polizei hatte zur Tat vom 20. Januar mitgeteilt, dass ein 18-Jähriger einem 22-Jährigen in der Innenstadt im Zuge eines Streits eine Stichverletzung zugefügt habe. Der 22-Jährige war schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Auch der mutmaßliche Angreifer wurde wegen einer leichten Verletzung medizinisch behandelt. Zunächst wurde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Nach damaligen Angaben der Organisation NAV-DEM - Demokratisches Gesellschaftszentrum der Kurdinnen und Kurden in Hannover - handelt es sich bei dem Verletzten um einen Kurden, der nach dem Ende einer pro-kurdischen Demonstration in Solidarität mit Nordsyrien angegriffen wurde.

Die Polizei betonte damals, zu den Geschehnissen vor der Tat noch keine gesicherten Informationen zu haben.

Quelle: dpa

Regionales