Niedersachsen & BremenProjekt soll Wechselkröte vor Aussterben bewahren

Helmstedt (dpa/lni) - Mit einem neuen Projekt sollen die noch letzten Populationen der Wechselkröte in Niedersachsen vor dem Aussterben bewahrt werden. Die Wechselkröte sei "die am stärkste bedrohte Amphibienart Niedersachsens", teilte der Naturschutzbund (Nabu) am Freitag mit. Mit dem nun bewilligten Projekt soll unter der Leitung der Ökologischen Nabu-Station Aller/Oker mit Sitz in Königslutter im Landkreis Helmstedt nun Lebensraum für die gefährdete Art geschaffen werden - etwa indem Gewässer speziell für die Kröte angelegt werden.
Ursprüngliche Lebensräume der Wechselkröte (lateinisch: "Bufotes viridis"), wie etwa der Auenbereich von Flüssen und Bächen, sind laut dem Naturschutzverband kaum noch zu finden. In Niedersachsen kommt die Art demnach nur nach an wenigen Standorten in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel vor. Den Namen haben die sechs bis acht Zentimeter langen Amphibien nach Angaben der Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde wahrscheinlich von der Fähigkeit, ihre Grundfarbe je nach Untergrund aufzuhellen oder abzudunkeln.
"Die Situation der Wechselkröte in Niedersachsen ist mehr als kritisch. Wir freuen uns daher umso mehr, endlich mit dem Projekt starten zu können", sagte Projektleiter Valentin Dienst in einer Mitteilung. Das Projekt wird für drei Jahre unter anderem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie mit insgesamt rund 225 000 Euro gefördert.