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Niedersachsen & BremenRückbau von AKW Grohnde endgültig genehmigt

15.05.2026, 14:55 Uhr
Das-Atomkraftwerk-Grohnde-wurde-2023-stillgelegt

Der Rückbau des stillgelegten AKW Grohnde läuft bereits seit Ende 2023. Jetzt gibt es die zweite und letzte Rückbaugenehmigung. Bis die Anlage komplett verschwunden ist, dauert es aber noch Jahre.

Emmerthal (dpa/lni) - Für das 2023 stillgelegte Atomkraftwerk Grohnde liegt jetzt die endgültige Genehmigung zum Abbruch der Anlage vor. Niedersachsens Energieministerium überreichte dem Betreiber Preussenelektra die zweite und letzte Rückbaugenehmigung, wie die Behörde mitteilte. Damit können nun weitere zentrale Rückbauarbeiten umgesetzt werden, darunter der Abbau des Reaktordruckbehälters und der umschließenden Gebäudestruktur.

Die abschließende Rückbaugenehmigung schaffe nun Klarheit, sagte Umweltminister Christian Meyer (Grüne) anlässlich der Übergabe der Genehmigung. Damit liegen alle erforderlichen Genehmigungen für den vollständigen Rückbau der Anlage vor. "Das Atomkraftwerk Grohnde befindet sich im Rückbau und wird nicht wieder in Betrieb gehen", sagte er laut Mitteilung. "Der Rückbau ist endgültig und wird zügig und kompetent umgesetzt."

Kompletter Rückbau dauert Jahre

Der Rückbau des Atomkraftwerks in der Gemeinde Emmerthal im Landkreis Hameln-Pyrmont läuft bereits seit Ende 2023, als das Ministerium die erste Stilllegungs- und Abbaugenehmigung erteilt hatte. Anfang April 2026 wurden nun die letzten Brennelemente aus dem Reaktorgebäude in einen Castor-Behälter überführt und in das Zwischenlager Grohnde gebracht, so das Ministerium. Das Reaktorgebäude sei damit kernbrennstofffrei. Am Standort sind derzeit rund 500 Personen beschäftigt.

Ende dieses Jahres soll mit der Demontage der Einbauten des Reaktordruckbehälters begonnen werden. Rund zwei Jahre soll das dauern, bis Mitte 2028. Der komplette Rückbau der Anlage nimmt mehr Zeit in Anspruch: Er soll erst 2039 abgeschlossen sein – zwei Jahre davor zumindest der atomrechtliche Teil der nuklearen Anlage.

Quelle: dpa

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