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SachsenHumorvoller Auftakt für Dresdner Musikfestspiele

15.05.2026, 15:23 Uhr
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Humor trifft Hochkultur: Zu Beginn der Dresdner Musikfestspiele mischt Lokalmatador und Comedian Olaf Schubert das Publikum auf. Einen Monat lang dreht sich alles um die "Leichtigkeit des Seins".

Dresden (dpa/sn) - Für einen Monat geben in Dresden wieder die Musikfestspiele den Ton an. Dabei setzt eines der bekanntesten Klassikfestivals in Europa auch in diesem Jahr bei Weitem nicht nur auf die "Ernste Musik". Auch die Sparten Pop, Jazz, Tanz, Theater und Weltmusik sind präsent. Das Programm weist bis zum 14. Juni 64 Konzerte und Veranstaltungen auf. Als Motto haben Intendant Jan Vogler und sein Team die "Leichtigkeit des Seins" gewählt.

Momente der Leichtigkeit in schwierigen Zeiten gefragt

"Gerade in herausfordernden Zeiten ist es wichtig, Momente der Leichtigkeit zu finden – die Musik kann hier viel positive Energie geben", begründete der international erfolgreiche Cellist und Intendant das Motto. Er freue sich darauf, in den kommenden vier Wochen mit seinen Kollegen, Partnern und dem Publikum die Leichtigkeit des Seins in allen Facetten im Konzertsaal zu entdecken.

Dresdner Philharmonie bestreitet Auftaktkonzert mit Olaf Schubert

Nach dem inoffiziellen Auftakt mit einer Aufführung von Richard Wagners "Götterdämmerung" auf Instrumenten aus der Entstehungszeit des Werkes im 19. Jahrhundert soll es beim Eröffnungskonzert am Freitagabend auch humorvoll zugehen. Mit Olaf Schubert wurde ein Comedian für das Programm verpflichtet. Die Philharmonie spielt unter der Leitung der Norwegerin Tabita Berglund Werke wie die "Oberon"-Ouvertüre und mit Modest Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung" einen wahren Klassik-Hit. Auch Jan Vogler greift als Solist beim Cello-Konzert von Henri Dutilleux ins Geschehen ein.

Als "Festival im Festival" bietet Dresden zum dritten Mal die "Cellomania", bei der vier Wochen lang etwa 40 Cellisten aus aller Welt in 17 Konzerten zu erleben sind. Das London Philharmonic Orchestra unter Leitung von Edward Gardner hat bei den Festspielen eine Residenz und wird an zwei Abenden Werke von Edward Elgar vorstellen. Mit dabei sind als Solisten auch die britische Geigerin Nicola Benedetti und Vogler mit seinem Cello.

Frisches Konzept für Mitmach-Konzert "Dresden singt"

Ein neues Konzept gibt es für das traditionelle Format "Dresden singt". Erstmals verzichtet man bei dem Mitmach-Konzert auf Chöre und lässt stattdessen die Dresdner Band Manina am 30. Mai auf dem Schlossplatz auftreten. Dann kann das Publikum vor allem Popsongs mitsingen oder dazu tanzen. Schon zuvor sind Laienmusiker und Bands aufgerufen bei der "Klingenden Stadt" auf Bühnen in der Innenstadt eine Kostprobe ihres Könnens abzugeben.

Die Dresdner Musikfestspiele wurden 1978 gegründet und konnten schon vor dem Fall der Mauer mit Stars aus dem Westen aufwarten. Mit der Intendanz von Jan Vogler haben sie sich zu einem der führenden Festivals in Europa entwickelt. Jedes Jahr kommen etwa 60.000 Besucher zu den Konzerten, von denen auch in diesem Jahr viele bereits im Vorfeld ausverkauft waren.

Quelle: dpa

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