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Niedersachsen & Bremen Umweltminister für Umspannwerk-Standort nahe JadeWeserPort

Olaf Lies (SPD), Umweltminister von Niedersachsen, informiert. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Wilhelmshaven (dpa/lni) - Umweltminister Olaf Lies (SPD) will Strom aus Offshore-Windkraft an der Küste nutzen und spricht sich für ein Umspannwerk samt Konverteranlagen nahe des JadeWeserPorts aus. "Hier haben wir die einmalige Chance, Energiedrehscheibe Deutschlands zu werden", sagte Lies in einer Stellungnahme mit Blick auf Wilhelmshaven. Dass ein solches Umspannwerk im Norden der Stadt entstehen soll, ist laut Netzbetreiber Tennet im Netzentwicklungsplan bereits vorgesehen. Offen ist noch der genaue Standort.

Von Offshore-Windkraftanlagen in der Deutschen Bucht und den Anlagen an Land soll künftig noch mehr Energie über das Höchstspannungsnetz durch Niedersachsen in den Süden und Westen Deutschlands transportiert werden. "Aber eben nicht jede erzeugte Kilowattstunde", sagte Lies, der auch Landtagsabgeordneter für die Region ist. Künftig könne die Windenergie auch für die Produktion von grünem Wasserstoff oder für die örtliche Industrie genutzt werden. Zudem könne grüner Wasserstoff oder grünes Methanol über den Hafen importiert werden.

Laut Tennet werde aktuell für das geplante Umspannwerk eine 36 Hektar große Fläche gesucht. Vier Flächen wurden dafür identifiziert, aber nur auf zwei kommen demnach tatsächlich in Betracht. Eine liegt nahe des Ortsteils Sengwarden, die andere nur wenige Kilometer entfernt am sogenannten Voslapper Groden nahe des JadeWeserPorts.

Lies favorisiert nun in einer Stellungnahme die hafennahe Fläche. "Der Standort ist für mich ideal und darüber will ich auch mit dem Ortsrat, den Bürgerinnen und Bürgern, der Wirtschaft und vor allem Tennet diskutieren", sagte Lies. Gegen den Standort Sengwarden gibt es örtlichen Medienberichte zufolge auch Protest aus der Bevölkerung. Allerdings zählt der Voslapper Groden noch zum Natura 2000-Vogelschutzgebiet. Lies sprach sich für "pragmatische Lösungen aus". Ausgleichsflächen müssten dann ausgewiesen werden.

Auch Tennet will nun das Gespräch mit Politik und Anwohnern suchen. "Wir sind noch ganz am Anfang", sagte ein Tennet-Sprecher mit Blick auf die Standortsuche. Für eine Entscheidung gebe es noch mehrere Monate Zeit, hieß es.

© dpa-infocom, dpa:210306-99-711720/2

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