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Niedersachsen & BremenVerhärtete Fronten im Nahverkehr - drohen neue Warnstreiks?

11.05.2026, 17:37 Uhr
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Fahrgäste in Niedersachsen müssen zittern: Verdi will vor der nächsten Verhandlungsrunde den Druck erhöhen. Erneute Warnstreiks werden ausdrücklich nicht ausgeschlossen.

Hannover (dpa/lni) - Im Tarifstreit beim kommunalen Nahverkehr in Niedersachsen droht die Gewerkschaft Verdi mit einer erneuten Eskalation. Nachdem die vierte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben sei, werde Verdi den Druck vor der kommenden Verhandlungsrunde am 1. Juni "noch einmal deutlich erhöhen", teilte die Gewerkschaft mit. Sie prüfe derzeit entsprechende Reaktionen, hieß es. "Mögliche Warnstreiks werden in jedem Fall rechtzeitig bekanntgegeben."

Dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) warf Verdi eine Blockadehaltung vor. "Wir haben auch in der vierten Verhandlungsrunde versucht, Wege aufzuzeigen, wie wir zum Ziel kommen können und uns auf die Arbeitgeber zubewegt", sagte Verdi-Verhandlungsführer Marian Drews laut Mitteilung. "Leider wollen sie sich weiterhin nicht beim Thema Wochenarbeitszeit bewegen."

Die Gewerkschaft hatte bereits im April für zwei Tage zum Ausstand in mehreren Städten aufgerufen, in Hannover und Braunschweig brachte das den Bus- und Stadtbahn-Verkehr zum Erliegen, auch in Osnabrück, Göttingen und weiteren Städten fielen Busse aus. In Hannover fand der Warnstreik direkt zur Hannover Messe statt. Aus Politik und Wirtschaft hatte es dafür Kritik gegeben.

Die Tarifverhandlungen für die rund zehn kommunalen Verkehrsunternehmen im Land laufen seit Mitte Februar. Verdi fordert Verbesserungen bei Arbeitsbedingungen, darunter Entlastungen bei Wochenarbeitszeit und Schichtdiensten sowie mehr Urlaubstage und höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die Arbeitgeber halten die Forderungen für finanziell nicht darstellbar.

Quelle: dpa

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