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Niedersachsen & BremenWegen Großfund: Viel Kokain in Bremerhaven sichergestellt

13.05.2026, 15:33 Uhr
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Zum fünften Mal in den vergangenen zehn Jahren wurde mehr als eine Tonne Kokain sichergestellt. Auch bei Marihuana und Tabak gab es Großfunde.

Bremen (dpa/lni) - Der Zoll hat im zurückliegenden Jahr wieder große Mengen Kokain in Bremerhaven sichergestellt. Zusammen zählte die Behörde 1,5 Tonnen, wie sie mit der Jahresbilanz mitteilte. Damit seien zum fünften Mal seit 2017 mehr als eine Tonne der Droge innerhalb eines Jahres sichergestellt worden. Im Vorjahr waren es hingegen nur 400 Kilogramm gewesen.

Entscheidend für die große Menge war demnach ein Fund von 1,1 Tonnen Kokain in einem Seecontainer im Sommer. Die zwischen Kaffee versteckten Drogen hatten einen Straßenverkaufswert von mehr als 60 Millionen Euro. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurde der Fall erst jetzt bekanntgegeben.

Daneben wurden auch 447 Kilogramm Marihuana im vergangenen Jahr sichergestellt. Ebenfalls ein hoher Wert, dem ein Großfund zugrunde liegt. Ein Großteil der Droge sei in einem Seecontainer entdeckt worden, der eigentlich mit Kokosnussschalen beladen sein sollte.

Mehr Personal und Technik

"Der zweitgrößte Containerhafen Deutschlands in Bremerhaven bleibt wie alle großen Seehäfen weiterhin Einfallstor für den Rauschgiftschmuggel", sagte die Chefin des Bremer Hauptzollamtes, Nicole Tödter. Zuletzt seien daher auch Kontrollmöglichkeiten ausgeweitet worden, etwa mit mehr Personal, neuer Technik und einer Hotline für Hinweisgeber.

Neben Drogen entdeckten die Bremer Zollbeamten auch gefälschte Waren im Wert von fast 1,2 Millionen Euro. Auch stellte der Zoll 6,2 Millionen (Vorjahr: 430.000) nicht oder falsch versteuerte Zigaretten sicher, vor allem wegen eines Großfundes auf einem Lastwagen, der 5,6 Millionen illegaler Zigaretten geladen hatte. Zudem wurden Wasserpfeifentabak, zu große E-Zigaretten oder illegale Nikotinbeutel sichergestellt.

Höhere Steuereinnahmen

Aus der Jahresbilanz des Bremer Zolls geht zudem hervor, dass die gesamten Steuereinnahmen um rund 50 Millionen auf 3,8 Milliarden Euro gestiegen sind, vor allem wegen höherer Einnahmen aus Verbrauchs- und Verkehrssteuern. Die darin enthaltenen Einnahmen aus Zollabgaben und Einfuhrsteuern sanken im Rahmen jährlicher Schwankungen leicht auf 2,5 Milliarden Euro. Bei der Kontrolle von Schwarzarbeit stieg die Zahl der eingeleiteten Strafverfahren sowie der überprüften Arbeitgeber.

Quelle: dpa

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