Nordrhein-WestfalenA45-Talbrücke Sterbecke erfolgreich gesprengt

Sprengmeister Schneider ist wieder am Drücker: Mit einem lauten Knall verschwindet die Sterbecke-Talbrücke und macht Platz für Neues.
Schalksmühle (dpa/lnw) - Ohne Probleme ist auch der zweite Teil der A45-Talbrücke Sterbecke gesprengt worden. Kurz nach 11.00 Uhr fiel das alte Bauwerk aus den 60er Jahren ganz nach Plan in sich zusammen. Damit ist nun Platz für den Fortgang der Neubau-Arbeiten.
Wegen der Aufräumarbeiten soll die Strecke zwischen Lüdenscheid-Nord und Hagen-Süd nach Planungen der Autobahn GmbH voraussichtlich noch bis 16.00 Uhr gesperrt bleiben. Die westliche Brückenhälfte war bereits im Mai 2023 gesprengt worden.
Beim Abbruch beider Teile war Sprengmeister Michael Schneider am Werk - wie auch schon bei der Rahmede-Talbrücke. "Ich sprenge seit 45 Jahren", sagte der erfahrene Fachmann dem WDR. "Ich kann überhaupt nicht sagen, die wievielte Sprengung das ist - noch nicht mal die Brücken haben wir gezählt."
Mehrere Brückenbaustellen an Sauerlandlinie
Alle Talbrücken der wichtigen Nord-Süd-Achse vom Ruhrgebiet durch das Sauerland nach Hessen sollen schrittweise erneuert werden. Sie stammen aus den 1960er Jahren und wurden für deutlich geringere Verkehrslasten konzipiert, als sie heute bewältigen müssen.
Nur wenige Autobahnkilometer weiter südlich der Sterbecke-Talbrücke war kurz vor Weihnachten die Sperrung an einer weiteren Großbaustelle aufgehoben worden: Die Rahmede-Talbrücke bei Lüdenscheid war 2021 wegen Einsturzgefahr gesperrt und später gesprengt worden. Über einen Brückenteil rollt der Verkehr, an dem zweiten dauern die Arbeiten noch an.