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Nordrhein-Westfalen Ein Bauer vor Gericht: Er hat zu viele Rinder

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

(Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild)

Der Fall ist ein wenig kurios: Weil er zu viele Rinder gehalten haben soll, muss ein Bauer vor Gericht.

Krefeld (dpa/lnw) - Ein Landwirt vom Niederrhein soll mehr Rinder gehalten haben als erlaubt und steht deshalb am Mittwoch (10.00 Uhr) vor Gericht. Der Fall muss verhandelt werden, weil der 70 Jahre alte Nettetaler zwei bereits verhängte Strafbefehle nicht akzeptieren will und dagegen Einspruch eingelegt hat.

Nach Angaben des Amtsgerichts Krefeld hatte die Bezirksregierung Düsseldorf dem Bauern im Juli 2010 genehmigt, 1400 Rinder zu halten. Als die Behörde neun Jahre später den Bestand bei einem Ortstermin prüfte, tummelten sich auf dem Hof aber 2185 Rinder - 785 mehr als erlaubt.

Die Behörde rügte das und erwirkte gegen den Landwirt einen Strafbefehl von 150 Tagessätzen zu je 100 Euro, also 15.000 Euro. Damit wäre der 70-Jährige vorbestraft.

Doch dabei blieb es nicht. Auch die Jahre zuvor genehmigte Biogasanlage auf dem Hof war den Angaben zufolge ohne Erlaubnis der Behörden verändert worden. Das brachte dem Landwirt Ende Februar einen weiteren Strafbefehl über 80 Tagessätze zu je 100 Euro ein, also 8000 Euro.

Doch auch den will der Bauer nicht zahlen. Bisher hat sich der 70-Jährige nicht zu den Vorwürfen geäußert.

© dpa-infocom, dpa:210803-99-691247/2

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