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Nordrhein-WestfalenFeldhasen fühlen sich in NRW wohl

29.03.2026, 06:01 Uhr
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In Nordrhein-Westfalen hoppeln überdurchschnittlich viele Hasen durch die Felder. Was steckt dahinter und von welchen Bedingungen profitieren sie?

Düsseldorf (dpa/lnw) - Gute Nachrichten für Osterhasen: Der Feldhasenpopulation in Nordrhein-Westfalen geht es weiterhin sehr gut. Durchschnittlich 34 Feldhasen leben pro Quadratkilometer auf Wiesen und Feldern, wie der Landesjagdverband mitteilt.

Damit liegt das Bundesland deutlich über dem deutschlandweiten Durchschnitt von 19 Feldhasen pro Quadratkilometer. Im vergangenen Jahr waren in NRW knapp 29 Hasen pro Quadratkilometer gezählt worden.

Das Wetter im Jahr 2025 hat laut Landesjagdverband zu der positiven Entwicklung beigetragen. Vor allem der milde, trockene Winter sowie ein niederschlagsarmes Frühjahr kamen dem Feldhasen zugute, der ursprünglich ein Steppentier ist.

Warum gibt es überdurchschnittlich viele Feldhasen in NRW?

NRW ist ein sogenanntes Niederwildland mit vielen offenen Flächen und einer intensiven landwirtschaftlichen Nutzung. Davon profitiere der Feldhase, sagt ein Sprecher des Landesjagdverbands. Vorwiegend würde er sich in Bördelandschaften wie der Soester Börde und der Kölner Bucht aufhalten.

Weiterhin sorge das atlantisch geprägte Klima in NRW für weniger extreme Jahreszeiten als in anderen deutschen Regionen. Den Lebensbedingungen des Feldhasen komme das zugute.

Wie verläuft die Zählung der Feldhasen?

Die Zählung der Feldhasen erfolgt zweimal im Jahr, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Dabei werden nachts festgelegte Routen mit einem Fahrzeug abgefahren und die Hasen mittels Handscheinwerfer gezählt.

Gezählt wird laut Verbandssprecher immer auf derselben Strecke, um eine gute Vergleichbarkeit der Ergebnisse garantieren zu können. Wenn eine zweite Zählung um mehr als 25 Prozent von der ersten abweicht, wird noch eine dritte Zählung angesetzt.

Neue Viruserkrankung bei Feldhasen

Als neue Herausforderung für den Feldhasen gilt die Viruserkrankung Myxomatose. In NRW ist das Virus erstmals im Januar 2023 festgestellt worden. Die ersten größeren Ausbrüche seien 2024 aufgetreten. Schwer getroffene Feldhasenbestände haben sich dem Verband zufolge noch nicht vollständig erholt. In weniger stark betroffenen Regionen sei der Bestand hingegen stabil.

Quelle: dpa

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