Nordrhein-WestfalenFeuer in Mehrfamilienhaus war möglicherweise versuchter Mord

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Essen haben sich dramatische Szenen abgespielt. Nun vermutet die Polizei: Das Feuer war kein Unglück, sondern versuchter Mord.
Essen (dpa/lnw) - Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Essen ermittelt die Polizei nun wegen versuchten Mordes. Das Feuer sei nach bisherigen Erkenntnissen absichtlich gelegt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Gegen wen sich die Ermittlungen richten, sagen die Ermittler aber nicht. Auch die Hintergründe der Tat blieben offen.
Gut ein Dutzend Bewohner waren bei einem Brand am Donnerstagabend von Flammen und Rauch eingeschlossen gewesen und von der Feuerwehr gerettet worden. Zwei Bewohner erlitten eine Rauchvergiftung, darunter auch ein einjähriges Kind, wie die Feuerwehr mitteilte. Sie kamen in ein Krankenhaus.
Bewohner standen in Fenster und riefen um Hilfe
Als die Feuerwehrleute bei dem brennenden Haus ankamen, standen die Bewohner an den Fenstern und riefen um Hilfe. Aus einem Fenster einer Erdgeschosswohnung schlugen Flammen, berichteten die Einsatzkräfte. Mit einer Leiter brachten Feuerwehrleute einige Bewohner nach draußen. Andere wurden mit speziellen Atemschutzhauben über das Treppenhaus gerettet.
Das Mehrfamilienhaus ist nach Einschätzung der Einsatzkräfte nicht mehr bewohnbar.
Das Feuer sei in der Wohnung eines 45-Jährigen ausgebrochen, teilte die Polizei mit. Man hoffe nun auf Hinweise von Zeugen, um die Ermittlungen voranzubringen.